Sie bekräftigte allerdings, dass es keinen Hinweis auf terroristische Beweggründe gebe. Die Polizei hatte am Montagabend einen Mann niedergeschossen und schwer verletzt.

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Belga passierte der Zwischenfall gegen 18 Uhr im Zentrum. Nach einem Notruf hätten Polizisten den Mann mit einer Schusswaffe angetroffen. Trotz Aufforderung habe er die Waffe nicht fallen gelassen. Daraufhin sei er "neutralisiert worden", sagte der Polizeisprecher laut Belga. Der 26 Jahre alte Schwerverletzte schwebte am Dienstag noch in Lebensgefahr, wie Justizsprecherin Julie Van Hoorebeke auf Anfrage sagte. Nach ihren Worten war der junge Mann wegen Straftaten polizeibekannt. Was er mit einer Schusswaffe im Stadtzentrum wollte, werde ermittelt.

Die Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, ob der Mann Menschen bedrohte, bevor die Polizei ihn anschoss. Belgische Medien hatten berichtet, er habe einer Frau eine Waffe an den Kopf gehalten. Zeugen sollen demnach auch berichtet haben, dass der Verdächtige zuerst das Feuer eröffnete.

Belgien ist nach den Terroranschlägen im März in Brüssel immer noch in erhöhter Alarmbereitschaft. Schüsse und Polizeieinsätze wecken deshalb sofort böse Erinnerungen.