Insgesamt nehmen 14 Lausitzer Schulen teil.

Ein bunter Roboter aus Legobausteinen saust über einen etwa zwei Quadratmeter großen Parcours. Als er sich verhakt, muss ihn der 13-jährige Tobias Lehmann wieder an die richtige Position heben: „Bis zum Wettkampf am Samstag muss das aber besser klappen“, sagt er lächelnd. Er und sein Team von der Ruhlander Oberschule „Geschwister Scholl“ nehmen dann am Schüler-Roboter-Wettstreit der Region Lausitz-Spreewald teil. Insgesamt messen sich etwa 150 Schüler beim Regionalausscheid der First Lego League, der an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus ausgetragen wird. Thematisch dreht sich dabei alles um die Verunreinigung von Lebensmitteln.

„Roschu“ so lautet der Teamname der Ruhlander Oberschüler. Die siebenköpfige Mannschaft arbeitet seit Anfang September fieberhaft an ihrem Roboterkonzept. „Die Anforderungen sind dabei für alle gleich“, erklärt Beate Vater. Die Informatiklehrerin betreut die Gruppe und freut sich, dass sich ihre Schüler auf spielerische Weise mit so einem komplexen Thema wie der Sicherheit von Lebensmitteln beschäftigen. „Außerdem bewältigen die Zehn- bis 16-Jährigen die komplizierte Programmierung in Eigenregie“, ergänzt sie.

„Mir macht vor allem das Basteln Spaߓ, sagt der zwölfjährige Max Schiemann. Etwa sechs Stunden verbringt er in der Woche mit seinen Mitschülern beim Entwickeln des Roboters. „Zum Schluss muss er zum Beispiel Lego-Viren einsammeln oder einen Spielzeugmähdrescher ziehen können“, sagt Tobias Lehmann (13). Der Ruhlander Schüler kümmert sich am Computer unter anderem um die Programmierung des Steuergeräts.

Die Bewältigung des Parcours mit dem selbst entwickelten Roboter ist aber nur eine Disziplin des Wettkampfes. Neben dem Design und dem Teamwork wird den Schülern auch eine fünfminütige Präsentation zum Thema Lebensmittelsicherheit abverlangt. „Unsere beiden Teamältesten werden ein Agrarbetrieb-Konzept mit artgerechter Viehhaltung vorstellen“, sagt die Ruhlander Lehrerin Beate Vater.

Eine Präsentation haben auch die beiden Schulteams der Senftenberger Bernhard-Kellermann-Oberschule in petto. „Bei unseren Siebtklässlern gibt es da allerdings noch einiges zu schaffen“, sagt Physiklehrer Wolf-Peter Hannig. Der 55-jährige kümmert sich zusammen mit seiner Kollegin Petra Groß um die beiden Mannschaften „Sucher1“ und „Sucher2“. „Vor allem die Programmierung der Robotermodule klappt schon sehr gut“, erklärt Hannig. Dabei werde viel ergänzendes Wissen zum regulären Unterricht vermittelt, fügt er an. Das können die Schüler Thomas Näther (14) und Florian Noack (13) bestätigen. „Ich finde auch die Umsetzung des Lebensmittel-Themas sehr spannend“, sagt Florian Noack. Er habe schon im letzten Jahr die Präsentation an der Cottbusser BTU gehalten, ergänzt er.

Finanzielle Unterstützung erhalten die Schulen von lokalen Unternehmen. „Wir wollen mit dem Sponsoring zukünftige Lehrlinge im technischen Bereich fördern“, sagt Steffi Förster, Mitarbeiterin einer Senftenberger Firma für Drucklufttechnik. Diese unterstützt die Bernhard-Kellermann-Oberschule. Sponsor des Teams „Roschu“ ist ein Schwarzheider Friseursalon. „Das ist eine super Jugendförderung“, so Inhaber Marcel Respa.

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Zum ThemaAm Samstag findet an der BTU Cottbus der Regionalausscheid First Lego League satt. An dem Roboter-Wettstreit nehmen etwa 150 Kinder aus 14 Schulen der Region Lausitz-Spreewald teil. Das Siegerteam qualifiziert sich für den zentraleuropäischen Wettbewerb, der Mitte Januar erstmals an der BTU ausgetragen wird. Initiator ist das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Logistiksystemplanung und Informationssysteme.