Gut sei auch, dem Nachwuchs eine Kinderzahnbürste zum Spielen und Herumkauen in die Hand zu drücken: "Wichtig ist, frühzeitig zu zeigen, dass die Bürste im Mund etwas ganz Normales ist", sagt Kropp.

Manchmal herrsche der Glaube, dass die Pflege der Milchzähne nicht so entscheidend sei - schließlich fallen sie später aus. Das sei aber ein Denkfehler, warnt Kropp. "Die Milchzähne sind Platzhalter, die bleibenden Zähne sind schon angelegt. Karies ist eine Entzündung, die auch die bleibenden Zähne schädigen kann."

Viele Säfte für Babys enthalten viel Zucker, der zu Karies führen kann. Das hat die Verbraucherorganisation Foodwatch gemeinsam mit der Bundeszahnärztekammer kritisiert. Die Hersteller würden mit den speziell für Säuglinge oder Kleinkinder beworbenen Produkten fälschlicherweise gesunde Nahrung vermarkten.

Gefährlich für Kinderzähne sei das ständige Nuckeln an der Flasche, weil dabei der Zahn permanent umspült werde. Hier helfe nur: "Zucker aus der Flasche nehmen", rät Kropp. Zum Trinken seien Wasser und ungesüßter Tee am besten. Säfte können die Zähne hingegen durch Fruchtzucker und Säure angreifen.

Die Milchzähne werden am besten zweimal am Tag für zwei Minuten mit einer Kinderzahnpasta gebürstet. Bis zum achten Lebensjahr sollten Eltern selbst noch einmal nachputzen. Ob elektronisch oder per Hand, sei nebensächlich: "Wichtig ist, eine Reihenfolge beim Putzen einzuhalten und die zwei Minuten mit einer Eier- oder Sanduhr für Kinder sichtbar zu machen", rät Kropp.