| 02:47 Uhr

Schönheitsreparaturen zu Unrecht geleistet – Rückerstattung verlangen

Berlin. Vermieter können ihren Mietern die Instandhaltung einer Wohnung nicht pauschal übertragen, wenn diese beim Einzug unrenoviert war. Das geht aus einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor (Az. dpa

: VIII ZR 185/14). Mieter, die zu Unrecht Schönheitsreparaturen erbracht haben, können jetzt vom Vermieter Erstattung verlangen, erklärt die Stiftung Warentest in Berlin. Ein entsprechendes Forderungsschreiben sollte am besten per Einschreiben mit Rückschein an den früheren Vermieter geschickt werden.

Die Forderungen verjähren sechs Monate nach Ende des Mietverhältnisses. Entscheidend ist dabei, bis wann genau der Mietvertrag lief. Bei einer Kündigung ist das Ende der Kündigungsfrist maßgeblich. Vereinbaren Mieter und Vermieter ein vorzeitiges Ende des Mietvertrags, entscheidet dieses Datum. Wichtig zu beachten: Ein Schreiben an den Vermieter stoppt die Verjährung nicht. Im Zweifel sollten sich Betroffene daher kurz vor Ablauf der Frist Rechtsrat einholen, um die erforderlichen Schritte einzuleiten.