Bereits vorhandenen Schweißgeruch mit Deodorant oder Parfüm übertünchen zu wollen, ist keine gute Idee. Denn das nützt nichts, erklärt Uta Schlossberger vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) in Berlin. "Das setzt sich nur oben drauf und bringt dann gar nichts." Wer Schweißgeruch verhindern will, muss ihn bekämpfen, bevor er überhaupt aufkommt. "Schweißgeruch entsteht dadurch, dass der frische Schweiß zersetzt wird", erläutert die Hautärztin. An den Stellen, an die nicht ausreichend Luft kommt setzen sich Bakterien ab. Sie erzeugen Stoffwechselprodukte, die riechen. Dabei gilt: Je mehr Schweiß, desto mehr Bakterien.

Damit es die Geruchsbildung wirklich unterbindet, muss das Deo vor dem Schwitzen aufgetragen werden. Ein Deodorant, das Aluminiumchlorid enthält, sorgt dafür, dass weniger Schweiß ausgestoßen wird. Schlossberger empfiehlt auch, das Achselhaar zu entfernen. Der Schweiß kann dann schneller trocknen. Auch das Tragen atmungsaktiver Kleidung sei sinnvoll, weil dadurch mehr Luft an den Körper kommt und Bakterien weniger Chancen haben sich abzusetzen.Wer schon geschwitzt hat, kann den Schweißgeruch vermeiden, wenn er seine Achseln wäscht.

Wer Koffein, Nikotin oder Alkohol zu sich nimmt, schwitzt stärker. Laut Schlossberger sollte man auf Nahrungsmittel wie Knoblauch und Zwiebel im Sommer eher meiden. Sie verstärken den Eigengeruch.