Wasserkocher sind im Vergleich zum Wasserkochen auf dem Elektroherd umweltfreundlicher: Sie verbrauchen weniger Energie. Das gilt auch, wenn es sich um einen Ceranfeld- oder Induktionsherd handelt, erklären die Experten der Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe 11/2015).

Die Kehrseite: Weil die Geräte nicht sehr teuer sind, werden sie meist sofort weggeschmissen, statt repariert. Kann das Gerät wirklich nicht mehr repariert werden, ist aber wichtig zu wissen: Es darf nicht in den Hausmüll. Für Elektrogeräte wie Wasserkocher haben Kommunen extra Sammelstellen. Die Lebensdauer des Wasserkochers erhöht man, indem man ihn regelmäßig entkalkt. Das gilt natürlich besonders bei sehr hartem, kalkhaltigen Leitungswasser. Gut eignen sich dafür Zitronensäure und Essig.

Zusätzlich ist es ratsam, nach dem Gebrauch immer das restliche Wasser auszugießen: So reduziert man das Verkalken. Wasserkocher haben mittlerweile verschiedene Funktionen, etwa zum Warmhalten oder zum Temperaturregeln. Allerdings bewerten die Experten der Zeitschrift die Warmhalte-Funktion als reine Spielerei: Denn schließlich brauche das Gerät nur einige Minuten zum Erwärmen.

Die Temperaturregelung bewies sich im Praxistext als nicht sehr genau. "Öko-Test" prüfte 15 Wasserkocher, fünf davon mit einem solchen Regler. Die Geräte lagen teils um vier Grad neben der gewählten Temperatur, bei einem Wasserkocher wurde das Wasser schon bei mittlerer Einstellung auf 95 Grad erhitzt.

Insgesamt fiel das Ergebnis aber recht positiv aus: Keines der Geräte fiel durch. Zwei erhielten die Note "sehr gut", fünf die Note "gut", fünf waren "befriedigend" und drei "ausreichend". Dabei muss ein gutes Gerät nicht zwingend teuer sein.