Zehn Jahre lang beobachteten Mathias Osvath und seine Kollegen von der Universität Lund, wie Santino jeden Tag Steine aus einem Wassergraben sammelte und sie versteckte. Die Vorbereitungen traf er seelenruhig vor Öffnung des Zoos, später holte er seine Munition aus den Verstecken und schleuderte sie mit wildem Angriffsgehabe auf die Besucher, berichtet Osvath in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Current Biology".Zwar sei schon früher beobachtet worden, dass Affen Äste abbrechen, um Termiten zu fangen, oder Steine zum Nüsseknacken sammeln, allerdings stets von akutem Bedarf getrieben. Santinos zeige, "dass Menschenaffen sehr differenziert über die Zukunft nachdenken", so Mathias Osvath. dpa/han