Das unfreiwillige Abenteuer der beiden Fischer begann, als sie sich auf dem nächtlichen Heimweg von einem nahegelegenen Nachbar-Atoll verirrten. Sie überlebten, indem sie selbst gefangenen Thunfisch aßen und das spärliche Regenwasser tranken. Manchmal hätten sie drei Tage hintereinander nichts gegessen und Meerwasser trinken müssen, weil es zu wenig regnete, erzählten sie. Einmal hätten sie ein Suchflugzeug zwar gehört, jedoch nicht gesehen. Auch gelegentlich am Horizont auftauchende Fischerboote seien nie nahe genug gewesen, dass sie sich bemerkbar machen konnten. Tatsächlich hatte die US-Küstenwache drei Tage lang nach den Vermissten gefahndet, dann aber die Suche wieder aufgegeben.

Nach einem Monat wurde das Boot der beiden Schiffbrüchigen schließlich in dem zu den Marshallinseln gehörenden isolierten Namdrik-Atoll an Land gespült. Die Einheimischen brachten die Schiffbrüchigen zur einzigen Bewohnerin, die ihre Sprache sprach. Die überraschten Schiffbrüchigen erfuhren, dass es sich bei der Frau um eine Nachfahrin von Tontaakes Onkel Bairo handelte, der in den 50er-Jahren auf See verschollen war. Auch er war damals auf Namdrik gestrandet. Er blieb allerdings hier und heiratete.

Da die einzige Maschine der staatlichen Fluggesellschaft der Marschall-Inseln kaputt ist, mussten die beiden unfreiwilligen Abenteurer allerdings fast drei Wochen lang warten, bis ein Schiff sie von dem abgeschiedenen Atoll wegbringen konnte. Sobald das Flugzeug repariert ist, wollen sie in ihre Heimat zurückkehren – voraussichtlich noch in dieser Woche.