Weil es eher dunkel wird, steigt aktuell das Risiko von Wildunfällen. Autofahrer sind dann vermehrt bei Dämmerung unterwegs - und treffen dort eher auf Wildtiere, die in dieser Zeit besonders aktiv sind. Dadurch kommt es schneller zu Unfällen.

"Nach Zusammenstößen sollte immer die Polizei verständigt werden", sagt Hannes Krämer vom Auto Club Europa (ACE). Man sollte am Telefon hartnäckig bleiben und darauf bestehen, den Unfall aufnehmen zu lassen, rät der Rechtsassessor des ACE. "Einfach weiterfahren ist bei Tieren ab Hase aufwärts ein großer Fehler."

Die Beamten stellen den Unfall fest und regeln die Entsorgung des Tierkadavers. Sie geben dem Autofahrer auch eine Bescheinigung, in der die Kollision mit dem Wildtier bestätigt wird. "Die ist wichtig, um den Schaden mit seiner Versicherung zu regulieren." Kann sie nicht vor Ort ausgestellt werden, holt man sie von der Wache ab.

Ohne diese Bescheinigung riskiert man, auf dem Schaden sitzenzubleiben. In der Bescheinigung sollte die Tierart so genau wie möglich stehen, empfiehlt Krämer. Die Teilkasko-Versicherung trägt zwar in der Regel Wildunfälle. "Manchmal sind aber bestimmte Wildarten von der Deckung ausgeschlossen." Bereits beim Vertragsabschluss sollten Autofahrer deshalb auf solche Einschränkungen achten. "Am besten ist es, wenn gar keine Wildarten ausgenommen sind", sagt Krämer.

Ergänzend zur Bescheinigung sollten Autofahrer Fotos von der Unfallstelle und den Blut- und Haarspuren am Fahrzeug machen. Diese Nachweise können bei der Schadensregulierung auch hilfreich sein.