SC-Mannschaftschef René Weise orientierte vor der Partie: "Unsere bisher erkämpfte gute dritte Tabellenposition wollen wir gegenüber dem dicht gedrängten Mittelfeld verteidigen. Dazu gehört heute ein voller Erfolg, der durch konzentrierte Spielweise mit einem Schuss Explosivität erreicht werden soll." Eine wichtige taktische Aufgabe im Konzept des SC kommt dabei dem Anfangsduo zu. Es soll für den notwendigen Rhythmus, einen entsprechenden Vorsprung und damit im weiteren Spielablauf für die notwendige Ruhe innerhalb der Mannschaft sorgen. Das ist den Hoyerswerdaern auch diesmal wieder gelungen.

Mit Ruhe und Sachlichkeit zogen sie das Spiel an sich und bestimmten das Geschehen, das sie letztlich klar ihrer taktischen Aufgabe entsprechend zu Ende brachten. Ronny Klein erzielte 894 Kegel und Heiner Pivec folgte mit starken 883 Zählern. Da mussten die Dresdner klein beigeben und heimsten sich durch den zwar gut spielenden Andreas Schlosser (880) und Michael Günther (820) schon einen Rückstand von 77 Zählern ein. "Dieser war richtungsweisend für den weiteren Spielablauf", kommentierte René Weise das Resultat.

Im Mittelpart konnten sich nun die Youngster der Mannschaft beweisen, die immer mit viel Ehrgeiz auf die Bahn gehen. Mit beruhigendem Vorsprung im Rücken sollte es bei den spielerischen Qualitäten auch machbar sein. Nach Formschwankungen in den letzten Begegnungen ist dies mit dem Tagesbestwert von 899 Kegeln Matthias Hanske hervorragend gelungen, der den starken Andreas Hinze mit 871 Zählern bezwang. Matthias Wislaug gelang es dagegen nicht, sein ganzes technisches Spielvermögen durch sachliche Aktionen auf die Bahn zu übertragen. Zwar blieb er an seinem Gegner (Roland Vatter 826) dran, aber mit den erreichten 823 Zählern blieb er deutlich unter seinem Leistungsvermögen und wird damit keinesfalls zufrieden sein.

Mit 102 Zählern Vorsprung war es dann eine klare Angelegenheit der Schlussstarter, das Spiel sicher nach Hause zu bringen. Es ist gelungen, aber ergebnismäßig blieben doch einige Wünsche offen. Wahrscheinlich war das auch der an diesem Tage gezeigten Schwäche der Dresdner Schlussakteure geschuldet. Axel Paulick zeigte sich mit 858 Kegeln Denis Jannasch überlegen, René Weise hielt mit 836 Kegeln mit Sven Zimmermann (837) mit.