"So das Wetter mitspielt, werden wir die Sanierung 2013 abschließen können", berichtete Kupetz dem Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Lediglich Rest arbeiten könnten im Jahr 2014 noch anfallen, dann sei das rund 15 Millionen Euro teure Sanierungsprojekt endgültig abgeschlossen und die Talsperre bereit für ihren großen Test.

"Der Probestau soll 2014 erfolgen", stellte Kupetz in Aussicht und bemühte sich zugleich, mögliche Sorgen rund um den Testlauf für die Sperranlage zu entkräften. "Es handelt sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme", so der Referatsleiter des LUGV. Nach dem Probestau zur Inbetriebnahme 1965 ist die Talsperre zum letzten Mal beim Hochwasser 1981 ernsthaft belastet worden. Bereits 2009/10 sollte der neue Probestau eigentlich durchgeführt werden, was allerdings aufgrund der Witterung damals ausfallen musste. Nun, nach Abschluss der wesentlichen Sanierungsarbeiten, soll ein neuer Anlauf genommen werden. "Wir werden die Betroffenen rechtzeitig im Voraus informieren", verspricht Kupetz. Einen genauen Termin kann das LUGV noch nicht nennen. Dafür müssen die Rahmenbedingungen passen. Es müssen genügend hohe Niederschläge im Einzugsgebiet fallen, um Wasser anstauen zu können. Diese dürfen aber nicht die kritischen Hochwasserabflüsse erreichen.

In diesem Jahr wurden an der Talsperre unter anderem die Betonschalen für die Tosbeckenrandmauer gegossen und befestigt. Die großen Betonteile wurden vor das eigentliche Bauwerk gesetzt und dort tief verankert. Das Tosbecken ist ein Auffangbecken für das abfließende Wasser des Stausees. Darüber hinaus wurden Druckmessgeräte sowie ein Dichtungsteppich installiert. Kürzlich erfolgte die Sanierung der beiden Brücken an der Staumauer. Außerdem musste die Vorsperre bei Bühlow entschlammt werden. Weitere Projekte, die umgesetzt wurden, waren die Sanierung der Entlastungsbrunnen und die Instandsetzung von Gräben und Pumpen rund um die Talsperre.

Für das kommende Jahr ist laut Kupetz unter anderem der Abschluss der Grabensanierung geplant. Das Hochwasserentlastungsbauwerk soll wasserseitig saniert werden. Auf der Landseite sollen die Fugen in Ordnung gebracht werden.

Die Talsperre Spremberg ist die größte in Brandenburg und mit Baujahr 1965 nicht mehr die jüngste. Nach der Überprüfung der Anlage im Jahr 2004 beschloss das Landesumweltamt die Generalsanierung, bei der auch alle Überwachungs- und Kontrolleinrichtungen an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden. Die Arbeiten wurden 2005 begonnen und mussten mehrfach wegen Hochwasser unterbrochen werden.

Zum Thema:
Von 1958 bis 1965 erbaut, begann das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, die Talsperre Spremberg im Jahr 2005 zu sanieren, um den weiteren Erhalt des Bauwerks und dessen Sicherung und Funktion zu gewährleisten.Mit einer Seegröße von 683 Hektar und einem Volumen von 42,7 Millionen Kubikmetern stellt die Talsperre zudem das ganze Jahr über Wasser für die Spree und den Spreewald bereit. Im Rahmen der Baumaßnahmen zur Generalsanierung der Talsperre Spremberg wurde der Wasserstand um rund drei Meter unter das Normalstauziel abgesenkt.