Daniela Ditt rich ist über den Feiertag begeistert. „Ich hatte 30 Prozent mehr Kundschaft durch den freien Tag der Sachsen“, freut sich die Verkäuferin vom NKD am Finsterwalder Marktplatz. Letztes Jahr hat sie noch aus Kundengesprächen erfahren, dass es die Leute überwiegend nach Berlin gezogen hat. „Doch in diesem Jahr sind sie der Region treu geblieben.“ Sogar Kunden aus Dresden sind extra zum Einkauf in die Sängerstadt gereist.

Für Nicole Nakoinz von der Bäckerei Dreißig in Finsterwalde ist es ein Markttag wie jeder andere auch. „Es kommen nicht unbedingt mehr Kunden als sonst.“

Susanne Ott vom Wonnemar in Bad Liebenwerda hat die Auswirkungen des Feiertags in Sachsen besonders positiv zu spüren bekommen. „Wir hatten allein am heutigen Tag über 1500 Besucher“, ist die Marketingleiterin begeistert. 75 Prozent davon seien aus dem benachbarten Bundesland gekommen. „Familien aus Dresden, Leipzig, Kamenz, Riesa-Großenhain und Hoyerswerda haben sich einen schönen Tag hier bei uns im Bad gemacht“, erzählt Ott. „Bei Regen wären es wohl noch mehr Besucher geworden“, so die Marketingleiterin.

Eva Grunwald vom Sonderpostenmarkt Thomas Philipps aus Falkenberg/Elster hat ebenfalls viele Sachsen beobachten können. „Anhand der Autokennzeichen habe ich gesehen, dass es fast nur Torgauer sind“, erzählt die Verkäuferin. „Besonders gefragt waren heute Geschenk- und Weihnachtsartikel“, sagt Grunwald.

Andreas Pötzsch von expert-Pötzsch am Elsterwerdaer Stadtrand zieht ebenfalls einen Nutzen aus dem sächsichen Feiertag: „Wir hatten vor allem um die Mittagszeit mehr Kunden aus Sachsen aber auch aus dem Elsterwerdaer Wohngebiet West und aus Biehla. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass wir zur Suppenmeile auch Suppe anbieten. Im Geschäft war gut Betrieb.“

„Es ist zwar nicht so, dass uns die Sachsen die Tür einrennen, aber mehr Bewegung als sonst ist schon“, berichtet Antje Kuna-Theile von Holz-Theile aus Elsterwerda. Jedes Jahr zum Buß- und Bettag kommen die Leute aus den benachbarten sächsischen Orten vorbei, um ihren freien Tag zu nutzen und im Geschäft zu stöbern. „Heute haben wir zweistündlich Handwerkerkurse zum Verlegen von Fußböden und zur farblichen Endbehandlung angeboten. Das wurde sehr gut von den Kunden angenommen“, erzählt die Geschäftsführerin. „Aus Meißen, Riesa, Großenhain und Torgau sind Leute dabei gewesen“, so Antje Kuna-Theile. Vor allem Fußböden, Laminat, aber auch Türen, Bauholz und Panele sind bisher hervorragend verkauft worden“, freut sich die Geschäftsführerin.

„Der Laden war voll“, sagt Karl Dietrich von EP:Brandhorst direkt am Elsterwerdaer Markt. „Manche kamen, um sich beraten zu lassen. Andere haben auch eingekauft.“

„Ich hatte mehr Kunden als im Vorjahr“, sagt Brigitte Pilz von der Drogerie Lerch-Pilz in der Elsterwerdaer Fußgängerpassage. „Die Leute sind also nicht nur auf dem Markt geblieben, sondern sind auch durch die Geschäfte gebummelt. Die RUNDSCHAU-Zeitung zur Suppenmeile war richtig informativ.“

„Wir haben etwas mehr Kundenzulauf als sonst“, sagt Christa Emunds. Die Filialleiterin vom Stahl- und Glaswarenfachgeschäft am Finsterwalder Markt konnte einige Sachsen beraten. „Einige verirren sich dann doch mal nach Finsterwalde und nutzen ihren Feiertag.“

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Kundenansturm“, erzählt Karin Slaba, die das Geschäft „Wohnwelt“ in der Elsterwerdaer Innenstadt betreibt. „Sehr gut nachgefragt wurde zum Beispiel unser Stickservice.“

Das Uhren- und Schmuckgeschäft Heinz Ikert in Herzberg hat hingegen von dem Ansturm der Sachsen auf brandenburgische Geschäfte kaum etwas mitbekommen. „Für uns hat sich der Feiertag unserer Nachbarn wie auch schon in den Jahren zuvor nicht rentiert“, berichtet Petra Ikert.

Peggy Heyde von Ernstings family in Finsterwalde ist über einen leichten Zuwachs an Kundschaft zufrieden. „Einige Sachsen waren dabei. Erkannt habe ich sie am Dialekt“, erzählt die Verkäuferin. Die Leute hätten sich mehr Zeit zum Anprobieren als an gewöhnlichen Arbeitstagen genommen, sagt Heyde.