Damit sollten insbesondere die Verpflichtungen von Adoptiveltern genauer festgelegt werden. Der Fall des siebenjährigen Artjom Saweljew hatte in Russland einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der kleine Junge, der in den USA Artjom Justin Hansen hieß, war am vergangenen Donnerstag von seiner Adoptivmutter in ein Flugzeug nach Russland gesetzt worden. Sie habe das Kind nicht mehr gewollt, schrieb die 34-jährige Torry Hansen aus Tennessee in einem Brief an das russische Bildungsministerium, den sie dem Jungen mitgab. "Dieses Kind ist psychisch instabil, gewalttätig und hat ernste psychopathische Probleme." Wie das russische Fernsehen am Donnerstag berichtete, ist der Junge in einer Moskauer Klinik. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte deswegen bereits in der vergangenen Woche damit gedroht, Adoptionen durch US-Familien zu stoppen. Nach Angaben des Bildungsministeriums in Moskau wurde der US-Generalkonsul in Russland, Richard Beer, bereits in der Sache vorstellig. Die Gespräche über ein neues Adoptionsabkommen mit den USA sollen demnach am Dienstag beginnen. AFP/pb