Abgesehen von der so geschaffenen höheren Lebensqualität können derartige Maßnahmen die Verbrauchskosten senken und den Wert des Hauses deutlich steigern, sagt Robert Anzenberger vom Münchener Immobiliendienstleister PlanetHome.
Immobilienkäufer sollten bereits ab dem Einzugsjahr mit der Bildung von Rücklagen beginnen, rät Anzenberger. Dabei sollten sie es wie Eigentümer in Gemeinschaftswohnanlagen machen, die regelmäßig einen bestimmten Betrag in die Instandhaltungsrücklage stecken. Etwa zehn Prozent des Verkehrswertes sollten Eigentümer dem Experten zufolge für Instandsetzung und Renovierung einplanen.
Als Faustregel für die Fristen und Kosten von Erhaltungsinvestitionen gilt nach den Worten von Robert Anzenberger Folgendes: Der Außenanstrich ist etwa alle zehn Jahre fällig und kostet 3000 bis 5000 Euro. Die Küche sollte alle 15 Jahre erneuert werden, wobei etwa 7000 bis 15 000 Euro veranschlagt werden. Ein neues Bad ist nach 20 Jahren fällig und kann zwischen 5000 und 20 000 Euro kosten. Heizung und Heizkörper müssen nach etwa 25 Jahren getauscht werden, wofür mit 10 000 bis 15 000 Euro gerechnet werden muss.
Fenster und Außentüren halten laut Anzenberger rund 30 Jahre, neue können zwischen 5000 und 20 000 Euro kosten. Für die Erneuerung des Außenputzes nach 30 bis 40 Jahren werden 20 000 bis 30 000 Euro fällig. Eine Dach erneuerung steht nach 40 bis 50 Jahren an und kostet zwischen 20 000 und 40 000 Euro.
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