Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, weil sich das Unglück tagsüber ereignet habe, berichtete die Internetseite Estadao.com. An der Unglücksstelle etwa 350 Kilometer nordwestlich von Sao Paulo sah es aus wie nach dem Einschlag einer Fliegerbombe.
Grund für das Unglück seien heftige Regenfälle im Januar und Februar gewesen, berichtete die Zeitung Folha Online gestern unter Berufung auf die Behörden. Bewegungen im Untergrund seien aber schon vor Jahren festgestellt worden. Bürgermeister Mauricio Piovezan habe sicherheitshalber den Zugang zu 70 weiteren Gebäuden in der Umgebung des Kraters untersagt und mehr als 200 betroffene Bewohner in einer Schule unterbringen lassen.
Unter der Bevölkerung der 50 000 Einwohner-Stadt im Bundesstaat Sao Paulo brach zeitweise Panik aus. Das plötzliche Absacken des Untergrundes tritt besonders nach heftigen Regenfällen in Gegenden mit wenig Vegetation auf.
Erst im Februar hatte ein ähnlicher Krater in Guatemala mehrere Häuser und mindestens drei Menschen verschlungen. (dpa/kr)