Die Cottbuser haben sie lieb gewonnen, die Nacht der kreativen Köpfe. Wie schon im Vorjahr wurden über 4000 Besucher an den 20 Stationen im Stadtgebiet gezählt. Gefühlt waren jedoch weit mehr Menschen in der sternklaren Nacht unterwegs. Mandy und Frank Seifert aus Cottbus wollten sich eigentlich den renovierten Kinosaal des Weltspiegels anschauen. „Aber dort standen so lange Schlangen, dass wir lieber zur Handwerkskammer gekommen sind.“ Hier wollten sie ihre Sehfähigkeit testen lassen und die Feinheiten des Friseurhandwerks bestaunen. Einen Steinwurf von der Kammer entfernt, arbeiteten die Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, DRK und Katastrophenschutz mit schwerem Gerät. „Wir zeigen, was wir leisten können“, erklärte Horst Frentrup vom THW. Wer von seinen Funken sprühenden Darbietungen erschöpft war, konnte sich in der Kammerbühne eine Verschnaufpause gönnen. Entspannt plauderte Gabi Grube vom Stadtmarketing mit Beschäftigten des Theaters. So versuchte sie, der Chefsekretärin Silke Steinmetz Geheimnisse über ihre fünf Vorgesetzten zu entlocken. Vergeblich. „Ich mag sie“, sagte Steinmetz und lobte: „Fast alle arbeiten schon sehr selbstständig . . .“

Weiter zu Kirchenmusikdirektor Wilfried Wilke in die Oberkirche. Über 1000 Cottbuser schauten ihm beim Orgelspiel über die Schulter.

„Wunderbar“, freute sich Peter Bregenz, der mit drei Kindern unterwegs war. „Wir haben viel Kultur gesehen, jetzt gibt es noch die Geisterbahn und das Schülerlabor an der BTU.“ Genug für eine Nacht.