Wenn die Festsetzung für eine Zahlung nicht mit den geltend gemachten Aufwendungen übereinstimmt, sollte der Steuerzahler prüfen, ob das Finanzamt die Posten zu Recht nicht anerkannt oder gekürzt hat, rät der Bund der Steuerzahler. Ist der Steuerzahler mit der Steuerfestsetzung nicht einverstanden, kann er Einspruch beim Finanzamt einlegen. Dazu hat er einen Monat Zeit, wenn der Bescheid eine ordnungsgemäße Rechtsbehelfsbelehrung enthält. Fehlt eine solche Belehrung oder ist sie unvollständig, haben Steuerzahler ein ganzes Jahr Zeit, um Einspruch einzulegen.
Die Berechnung der korrekten Einspruchsfrist bereitet häufig Schwierigkeiten. Grundsätzlich sind dem auf dem Steuerbescheid aufgedruckten Datum drei Tage hinzuzurechnen - damit soll sichergestellt werden, dass die Monatsfrist durch die Postlaufzeit nicht zuungunsten des Steuerzahlers verkürzt wird, erläutert der Steuerzahlerbund. Bisweilen komme der Steuerbescheid aber noch später an - dementsprechend verlängere sich dann auch die Einspruchsfrist.
Kommt es rund um eine Einspruchsfrist zu einem gerichtlichen Verfahren, muss die Finanzbehörde beweisen, dass sie den Bescheid rechtzeitig in die Post gegeben hat, entschied das Finanzgericht Münster (Az. 8 K 5391/07). Der Bund der Steuerzahler empfiehlt dennoch, den Einspruch so zeitig wie möglich einzulegen, um Streit zu vermeiden. (dpa/eb)