Grund hierfür: Der Streikplan verstoße laut Falck gegen das Brandenburger Rettungsdienstgesetz. "Die Aufrechterhaltung des Rettungsdienstbereichsplanes ist laut unserer Ansicht durch den Streik nicht gewährleistet", sagte Thilo Korn, Rechtsanwalt der Firma Falck.

Verdi hingegen will weiter am geplanten Warnstreik festhalten. "Wir haben dem Gericht am Dienstag eine geänderte Notdienstvereinbarung geschickt", sagt Gewerkschaftssekretär Ralf Franke. Der Plan sieht vor, dass in den Rettungswachen Burg, Peitz, Drebkau und Döbern ein Rettungswagen einsatzbereit ist. In den Wachen Forst Guben und Spremberg soll jeweils ein Notarzteinsatzfahrzeug oder ein Rettungswagen bereitstehen. "Falls es in der Zeit des Streiks zu einem besonderem Notfall kommen sollte, dann werden wir den Streik der Einsatzkräfte abbrechen", sagte Franke. Der Ausstand werde zudem in der Nähe der Wachen stattfinden, betonte Franke. Das Rettungsdienstgesetz des Landes Brandenburg schreibt vor, dass die Rettungswagen innerhalb einer Minute ab Alarmierung ausrücken müssen.

Das Gericht hatte am Dienstag in Bezug auf die Verfügung zunächst keine Entscheidung gefällt. "Der zuständige Richter ist erst am Mittwoch wieder im Haus", sagte Thilo Korn. "Die stellvertretende Richterin wollte keine Entscheidung fällen. Für eine Stellungnahme war das Arbeitsgericht am Dienstagnachmittag nicht mehr zu erreichen. "Wir rechnen mit einem Urteil am Mittwoch", so Korn.

Die Gewerkschaft hält hingegen trotzdem an ihren Plänen fest. "Das Gericht hat nach Zusendung unseres Notfallplanes ausdrücklich keine Entscheidung getroffen. Das heißt, es gilt für uns weiter die erstinstanzliche Entscheidung und die erlaubt den Streik", so Verdi-Sekretär Franke. Das Cottbuser Arbeitsgericht hatte am Montag entschieden, dass der Warnstreik rechtens ist.