Das berichtet Verdi-Gewerkschaftssekretär Ralf Franke.

Anlass des Streits ist die Ankündigung der Falck Rettungsdienst GmbH, Mutterunternehmen des neuen Rettungsdienstbetreibers Kranken-Transport Herzig, dass sie die Voraussetzungen für einen Betriebsübergang der Rettungsdienstmitarbeiter nicht mehr gewährleistet sehen. Schuld daran sei ein Tarifvertrag, der für 49 der 107 Rettungsdienstmitarbeiter im Oktober vereinbart wurde.

Dem widersprechen wiederum Gewerkschaftsvertreter und Lokalpolitiker. "Die Bedingungen für einen Betriebsübergang liegen vor", betonte Ulrich Freese (SPD) am Mittwoch erneut. Auch Franke bekräftigt die Auffassung der Gewerkschaft und rät den Mitarbeitern, den vorgelegten neuen Vertrag nicht zu unterzeichnen.

Überrascht von der neuen Wendung zeigte sich am Mittwoch Falck-Geschäftsführer Professor Klaus Runggaldier. Nach einem Gespräch mit Betroffenen am Dienstag sei er davon ausgegangen, dass eine Lösung greifbar ist. Man habe das Vertragsangebot an die Mitarbeiter angepasst. "Sie bekommen ab Januar auf jeden Fall das, was sie vor der Vergabeentscheidung im Sommer hatten", sichert Runggaldier zu. Den Tarifabschluss könne man aber nicht umsetzen.