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| 01:32 Uhr

Rentner können zu Lebzeiten Kapital aus ihrem Haus schlagen

Wer seine Rente im Alter aufbessern will, kann das mithilfe seines eigenen Hauses oder einer Eigentumswohnung machen – und trotzdem darin wohnen bleiben. Allerdings gebe es bislang nur wenige Angebote für diese Immobilienverrentung, berichtet die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 11/2009). AFP/eb

Als erste deutsche Banken bieten die Deutsche Kreditbank (DKB) und die Investitionsbank Schleswig-Holstein eine Umkehrhypothek an. Das Grundmodell ist einfach: Der Eigentümer erhält einen Kredit auf seine Immobilie. Das Geld wird entweder auf einmal ausgezahlt, als Rente oder in einer Mischform. Dafür muss er weder Zinsen noch Tilgung zahlen. Erst wenn der letzte Eigentümer auszieht, stirbt oder das Haus verkauft, wird das Darlehen zusammen mit den aufgelaufenen Zinsen fällig. Zurückgezahlt wird der Kredit aus dem Verkaufserlös der Immobilie oder die Erben tilgen die Schulden und behalten das Haus.Der neue finanzielle Spielraum hat nach Angaben der Verbraucherexperten von "Finanztest" allerdings einen hohen Preis, denn die Kreditschulden nehmen stetig zu. Von der DKB bekommen Eigentümer nur ein Darlehen von 15 bis 35 Prozent des Immobilienwerts. Durch Zinsen, Gebühren und Pauschalen verdoppelt sich die Kreditschuld den Berechnungen zufolge nach zehn Jahren. Auch die geplante Immobilienrente der Investitionsbank Schleswig-Holstein fällt im Vergleich zum Wert des Hauses bescheiden aus. Nach Berechnungen der Zeitschrift liegt der Effektivzins oft über zehn Prozent.Die Verrentung ihrer Immobilie ist laut "Finanztest" vor allem für Hauseigentümer interessant, die in ihrem Haus bleiben wollen und keine nahestehenden Erben haben. Eine Überschuldung bei der DKB ist nicht möglich - lebt der Rentenbezieher länger, trägt die Bank das Risiko. Bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein haften die Bewohner der Immobilie mit ihrem gesamten Vermögen. AFP/eb