Welche Regelungen im Detail gelten, erläutert das Internet-Portal "Eulisses" der Europäischen Kommission. Grundsätzlich muss ein Arbeitnehmer, der in mehreren Ländern eingezahlt hat, seinen Rentenantrag nur bei der Rentenkasse seines Heimatlandes stellen. Die Behörde sammelt dann die Versicherungsdaten, die bei den anderen Rentenkassen vorliegen.
Um den Verlust von Beitragszeiten auszuschließen, werden sämtliche Versicherungszeiten zusammengerechnet. Das ist für Arbeitnehmer wichtig, die während ihres Aufenthaltes im Gastland in die Rentenkasse eingezahlt haben, ohne jedoch die notwendige Mindestversicherungszeit zu erreichen. Ab einer Versicherungsdauer von einem Jahr muss jede Rentenkasse eine Rente auszahlen.
Ab wann eine Rente gezahlt wird, hängt von den nationalen Gesetzen ab. Arbeitnehmer, die in mehreren Ländern Rentenansprüche erworben haben, bekommen eine Rente oder Teilrente ausgezahlt, sobald sie das jeweils geltende Rentenalter erreicht haben.
Wer beispielsweise fünf Jahre lang in Frankreich gearbeitet hat, kann sich ab seinem 60. Geburtstag über eine monatliche Überweisung von der französischen Rentenkasse freuen, bis er mit 65 oder demnächst 67 auch in Deutschland das Rentenalter erreicht.
(ddp.djn/sh)
Informationen im Internet: ec.europa.eu/employment_social/social_security_schemes/eulisse s/jetspeed/