Den Auftakt gibt am 13. Oktober der Städtebund Elbe-Elsteraue. Geschäftsführer Ulrich Hartenstein räumt ein, dass es ziemlich eng sei, um noch etwas bewegen zu können. Doch man wolle nichts unversucht lassen und habe unter anderen alle Bundes- und Landtagsabgeordneten, die mit dem Thema zu tun haben, die Fraktionsvorsitzenden der Landtage in Sachsen-Anhalt und Brandenburg eingeladen. Ziel des Zusammentreffens in Holzdorf solle es sein, die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen-Anhalt zu animieren, „noch mal richtig Gas zu geben“ für den Erhalt des Bundeswehrstandortes.

Tags darauf, am 14. Oktober, hat die CDU-Landtagsabgeordnete und Mitglied des Kreistages Elbe-Elster, Anja Heinrich, die Mitglieder ihrer Kreistags- und Landtagsfraktion sowie Vertreter der Verwaltung nach Schönewalde/Holzdorf gerufen. Besuche wie die von Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Holzdorf seien Schall und Rauch, so Anja Heinrich, wenn sich der Ministerpräsident des Landes Brandenburg nicht für den Bundeswehrstandort einsetze. „Es liegt bis heute keine Stellungnahme des Landes Brandenburg zum Erhalt des Standortes Holzdorf im Verteidigungsministerium vor“, kritisiert die CDU-Landtagsabgeordnete. „Bereits im Rahmen der letzten Bundeswehrreform ist der Landkreis Elbe-Elster mit dem Standort Doberlug-Kirchhain in erheblichem Umfang durch den Abzug von Streitkräften betroffen gewesen“, unterstreicht Anja Heinrich und fordert, dass Soldaten und Zivilbeschäftigte in der Region verbleiben. „Mit einem Personalbestand von etwa 2500 Soldaten sowie zivilen Mitarbeitern zählt dieser Standort zu den größten Arbeitgebern unserer Region. Mit seinem modernen technischen Bestand ist er darüber hinaus mit regionalen Unternehmen verzahnt und schafft auch indirekt viele Arbeitsplätze“, ruft sie in Erinnerung.

Die Bedeutung des Standortes für die Region wird ein weiteres Mal am 21. Oktober im Mittelpunkt stehen, wenn Elbe-Elster-Landrat Christian Jaschinski (CDU) in Abstimmung mit der Kreisarbeitsgemeinschaft Elbe-Elster des Städte- und Gemeindebundes nach Holzdorf einlädt. Hier werden unter anderen auch die Landräte der Energieregion Lausitz-Spreewald erwartet.

Christian Jaschinski hat sich indes an Ministerpräsident Platzeck gewandt, und diesen eindringlich gebeten, all seinen politischen Einfluss für die Sicherung des Standortes in Schönewalde/Holzdorf geltend zu machen. Dort ist man in Erwartung der zahlreichen Akteure aus der Region erfreut über das anhaltende Interesse am Standort. Dieses sei jederzeit zu begrüßen. In Schönewalde sieht man zwischen all diesen Terminen der Kommunalpolitiker am 20. Oktober der feierlichen Wiederinbetriebnahme der Luftwaffenkampfführungsanlage entgegen. Hier flossen 25 Millionen Euro in den Einbau neuer Gefechtstechnik und die Infrastruktur.