Den genauen Termin wollte ein Sprecher nicht nennen: "Wir machen das grundsätzlich nie bei Strafgefangenen." Schließlich habe jeder ein Recht auf Resozialisierung.

Drach und seine Komplizen hatten den Millionenerben Jan Philipp Reemtsma im Frühjahr 1996 vor seinem Haus in Hamburg-Blankenese überwältigt. Viereinhalb Wochen lang hielten sie ihn in einem Verlies in der Nähe von Bremen fest - angekettet und in Todesangst.

Gegen 15 Millionen Mark und 12,5 Millionen Schweizer Franken war Reemtsma schließlich freigekommen.

Nur ein Bruchteil der Beute ist bisher aufgetaucht. Kurz vor seiner zunächst geplanten Entlassung Mitte 2012 kam Drach wieder vor Gericht - und wieder ging es um das Rekordlösegeld. Im November 2011 verurteilte ihn das Hamburger Landgericht wegen versuchter Anstiftung zur räuberischen Erpressung zu 15 Monaten Haft.