Astrid Schumann (Dahme-Spreewald-Kreis) wechselten Fachvorträge und Workshops einander ab.

Als sehr beeindruckend wurde ein Film eingestuft, in dem Betroffene erzählen, was sie sich unter Inklusion, dem gemeinsamen Leben von Behinderten und Nicht-Behinderten, vorstellen. Erschöpfung und Hilflosigkeit war ebenso Thema wie echte Integration samt „richtigem“ Job.

Im Workshop 1 ging es um Erfahrungen, die Menschen mit Lernschwierigkeiten im externen Betriebspraktikum machen. Dass es schwieriger wird, Plätze zu finden, weil es weniger Hilfsarbeit gibt, war ein Ergebnis, so Heilpädagogin Liane Dotzauer. Ein anderes, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, beispielsweise Teile für Unternehmen vorzufertigen.

Über das Wohnen in Gastfamilien diskutierten die Teilnehmer in Workshop 3. „Das gibt viel Normalität“, so Psychologin Ines Kalisch. Ihr Kollege Dr. Jürgen Woikuhn ergänzte, dass Familien mehr Nähe und Lebenswärme bieten können als Einrichtungen.

Psychisch kranke Menschen im öffentlichen Leben war Thema des vierten Workshops. Wunsch der 35 Teilnehmer sei gewesen, so LDS-Gleichstellungsbeauftragte Elke Voigt, dass der Umgang mit psychisch Kranken in allen Behörden und öffentlichen Institutionen trainiert wird. Ihre Erfahrungen damit hatten Revierpolizist Berndt Pfeiffer und Kommissarin Petra Schlatter geteilt. Kontrovers diskutiert wurde die Erfahrung an einer Oberschule, die versucht, ein Kind mit Trisomie 21 in eine siebente Klasse zu integrieren. „Wir befinden uns am Anfang eines langen Weges“, so Moderatorin Regina Sternal, „leisten Pionierarbeit“. Es sei eine Bereicherung und Herausforderung zugleich, herauszufinden, „wie ein Zusammenleben mit Wertschätzung und achtsamem Umgang aussehen kann“.

Dörte Fiedler (Hochschule Lausitz) bilanzierte den Tag so: „Es gab ein besonders ausgewogenes Verhältnis zwischen Realität und Vision.“