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| 02:49 Uhr

Reaktorunglück berechtigt zur Reisestornierung

Bremen. Ein Reaktorunglück wie das in Fukushima berechtigt Kunden, eine gebuchte Reise in die betreffende Region zu stornieren. Das berichtet die "Monatsschrift für Deutsches Recht", Heft 3/13, unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Bremen. dpa/gzn

Nach Auffassung des Gerichts war in den Tagen und Wochen nach dem Unglück in Japan eine gesundheitliche Gefährdung von Reisenden nicht auszuschließen. Es sei nicht erforderlich gewesen nachzuweisen, dass zu diesem Zeitpunkt eine "überwiegende Wahrscheinlichkeit" für eine erhebliche Gefährdung bestanden habe (Az.: 2 U 41/12).

Das Gericht gab damit der Klage von Reisenden in vollem Umfang statt, die eine Tour nach China, Südkorea, Vietnam und Thailand gebucht hatten. Nach dem Reaktorunglück in Fukushima stornierten sie diese und verlangten die Rückerstattung des Reisepreises von gut 8000 Euro.

Anders als der Reiseveranstalter und das Landgericht Bremen sah das OLG die Forderung in vollem Umfang als begründet an. Den Klägern sei die Reise nach dem Unglück nicht mehr zumutbar gewesen.