Kündigungsfrist: "Der erste Knackpunkt bei einer Kündigung ist die Kündigungsfrist", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Sie beträgt für Mieter immer drei Monate - "egal, wie lange der Vertrag besteht", erklärt Sylvia Sonnemann vom Mieterverein Mieter helfen Mietern in Hamburg.Wer schneller aus seinem Mietvertrag heraus möchte, kann mit Nachmietern aufwarten - einen Anspruch auf eine frühere Vertragslösung hat er deswegen aber noch nicht. Rechtsanwalt Christoph Nestor, Vorsitzender des Mietervereins Heidelberg, rät darüber hinaus zu einem "P.S." unter dem Kündigungsschreiben. Das könnte etwa folgendermaßen aussehen: "Ich habe schon zum ersten Mai eine neue Wohnung und bin Ihnen gern bei der Suche nach einem Nachmieter behilflich." Meist werde der Nachmieter akzeptiert, lautet die Erfahrung von Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin. Der Satz "Wenn du drei akzeptable Nachmieter stellst, bist du aus dem Vertrag raus" sei aber so alt wie falsch, warnt Sonnemann.Form und Zeitpunkt: Gewahrt ist die Frist nur, wenn die Kündigung dem Vertragspartner rechtzeitig und nachweisbar zugeht. Rechtzeitig ist die fristgemäße Kündigung, wenn sie bis zum dritten Werktag eines Monats dem Vermieter zugeht. Dann zählt der jeweilige Monat bei der Frist mit.Das Kündigungsschreiben darf formlos und minimalistisch sein, zum Beispiel "Fritz Mieter an Herbert Vermieter, Kündigung der Wohnung in der Beispielstraße 3 in Beispielshausen". Einen Kündigungsgrund muss der Mieter nicht nennen.Vermieterkündigung: Der Vermieter darf nur dann kündigen, wenn er einen triftigen Grund hat. Die möglichen Gründe sind im Gesetz genannt: "Eigenbedarf, Verhinderung wirtschaftlicher Verwertung, Verletzung mietrechtlicher Pflichten", erläutert Ulrich Ropertz. Neben dem Eigenbedarf seien Zahlungsrückstände häufig der Grund für eine Kündigung. "Sobald der Mieter mit mehr als einer Monatsmiete im Rückstand ist, kann der Vermieter fristlos kündigen."Wohnungsübergabe: Wer Überraschungen bei der Übergabe der Wohnung vermeiden will, vereinbart am besten eine Vorabnahme mit dem Vermieter, rät Sonnemann. "Bei einem Besichtigungstermin wird besprochen, was gemacht werden soll." Allerdings solle man bei der Vorabnahme nichts unterschreiben, sondern "sich erst einmal alles in Ruhe anhören". Ähnliches gelte für das Übergabeprotokoll bei der Schlüsselübergabe: "Darin soll nur der Zustand der Räume festgehalten werden", sagt Ropertz - etwaige Pflichten ergäben sich einzig und allein aus dem Mietvertrag.