Darauf werden Besucher ebenso stoßen wie auf wichtige Sagengestalten der Lausitz, die durchaus auch das Elbe-Elster-Land beeinflusst haben. Uschner verweist zum Beispiel auf die Zwerge beziehungsweise die Lutki, den Huckauf, Kobolde, den Wassermann und die Irrlichter.

Gemeinsam mit Regina Herrmann aus Mahlis bei Oschatz hat das Kreismuseum sich dieser reichhaltigen Sagenwelt für die neue Ausstellung angenommen. Die Künstlerin und Designerin beschäftigt sich bereits seit Langem mit Mythen und Sagen, die sie als Vorlage für ihre künstlerisch gestalteten Plastiken, Handpuppen und Figuren nimmt. Sie hat im Hoyerswerdaer Stadtmuseum, im Wendischen Museum in Cottbus oder auch kürzlich in Senftenberg ausgestellt, wo sie auch am Märchenkongress teilnahm.

Für die Bad Liebenwerdaer Ausstellung hat sie eine fünfteilige Stabfigurengruppe zum Raubritter Rammelshain entworfen und gestaltet. Zur Eröffnung am Sonntagnachmittag wird sie die etwa einen halben Meter großen Figuren, die über individuell gestaltete Charakterköpfe und Kostüme verfügen, vorstellen. Ralf Uschner sieht in den Stabfiguren eine sehr schöne Ergänzung zu den Marionetten, zum Schattentheater seiner Kollegin Bettina Beyer sowie der Frankenaer Bühne „Regenbogen“ mobil von Karin Heym und der von ihr angeleiteten Laienpuppenspielergruppe. Für das nächste Jahr ist geplant, mit den Stabpuppen zum Raubritter Rammelshain gemeinsam mit Jugendlichen ein eigenes Stück zu inszenieren. Die Premiere soll anlässlich der Festveranstaltung zum 700. Jubiläum des Elbe-Elster-Landes im Herbst 2012 stattfinden.

Jetzt sind Besucher erst einmal eingeladen, Sagenhaftes im Kreismuseum zu entdecken. Bis zum 5. Februar wird die Ausstellung zu sehen sein.