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| 14:15 Uhr

Wohntrend Zwischenmiete
Wohntrend Zwischenmiete: Das ist zu beachten

FOTO: Flickr Keys! My heart is happy. Ruth Clark
Egal, ob aufgrund einer spontanen Weltreise, eines Auslandssemesters oder eines längerfristigen Ortswechsels aus beruflichen Gründen: Wer sein Zuhause für eine begrenzte Zeit verlässt, muss nicht gleich seinen alten Wohnsitz aufgeben und sich dauerhaft an eine neue Wohnung binden: Man kann seine alte Wohnung zur Zwischenmiete anbieten, sodass man hinsichtlich der Miete keine Doppelbelastung tragen muss. Und man kann auch selbst an seinem neuen Wohnsitz zur Zwischenmiete wohnen.

Bei der Zwischenmiete wird die eigene Wohnung - manchmal jedoch auch nur ein einzelnes Zimmer - für einen bestimmten Zeitraum an einen Dritten vermietet. Üblicherweise kann der Hauptmieter so während seiner Abwesenheit die Mietkosten decken. Doch Vorsicht: Das Prinzip der Zwischenmiete kann durchaus lukrativ sein, es sind aber einige (rechtliche) Dinge zu beachten: So darf man als Mieter beispielsweise nicht ohne Absprache mit dem Vermieter einen Zwischenmieter suchen.

Zwar gilt in Deutschland laut Paragraph 553 des Bürgerlichen Gesetzbuches das sogenannte Untermietrecht; dennoch muss man seinen Vermieter vorher immer informieren und um Erlaubnis bitten - andernfalls kann eine Abmahnung drohen. Der Vermieter ist außerdem dazu berechtigt, einen Mietzuschlag zu verlangen. Bei der Preisregelung gilt grundsätzlich: Alles darf, nichts muss. Die Zwischenmiete sollte in jedem Fall so hoch angesetzt werden, dass die eigenen Kosten beglichen werden können. Gegebenenfalls ist es auch möglich, die Miete etwas höher anzusetzen, sofern es die Nachfrage erlaubt. Verlangt der Vermieter keinen Mietzuschlag, steht die überschüssige Miete einem dann selbst zu. Wichtig: Wer einen Nachmieter gefunden hat, der sollte mit diesem frühzeitig einen Vertrag aufsetzen. Nicht nur, damit der Interessent nicht einen Tag vor der Wohnungsübergabe doch noch abspringt. Auch eine Mietkaution kann gegebenenfalls dort festgeschrieben werden - denn als Hauptmieter ist man auch während einer Abwesenheit für die Wohnung verantwortlich. Und folglich hat man auch etwaige Schäden vor dem Vermieter zu verantworten. Wichtig ist außerdem, das Ende der Mietdauer sowie eventuelle Kündigungsfristen festzuhalten. Wie in dieser Vorlage muss der Vertrag natürlich auch den Namen des Zwischenmieters, die Dauer der Miete sowie den Mietpreis beinhalten. Für den Fall, dass man seine Möbel in der Wohnung lässt, sollte man eine Inventarliste erstellen. Wer ohnehin nur vorübergehend zur Zwischenmiete in einer Wohnung bleibt, der freut sich meist über praktische Dinge wie Küchenutensilien oder auch Möbel. Denn das bedeutet, dass diese Dinge nicht extra nur für einen Kurzaufenthalt neu gekauft werden müssen. Dinge, die einen hohen ideellen Wert für einen haben, oder teure Möbel, die keinesfalls beschädigt werden sollen, bringt man aber besser gesondert unter. Wer sie nicht bei Freunden oder Verwandten zwischenlagern kann, der sollte das Angebot von Lagerraumanbietern nutzen.

Besonders praktisch: Einige Anbieter wie beispielsweise Boxie holen die Möbel sogar gratis von zu Hause ab. So braucht man sich bei einer kurzfristigen Abwesenheit nicht einmal um den Abtransport der Möbel kümmern. Wer seine Möbel jedoch in der Wohnung lässt, der sollte nicht nur eine Mietkaution in den Vertrag mitaufnehmen, sondern darüber hinaus auch darauf achten, dass der Untermieter eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat, die Mietschäden absichert. So lässt sich ein Schaden ohne große Streitigkeiten ersetzen. So abgesichert kann man den Wohnungsschlüssel dann guten Gewissens für einige Zeit abgegeben.