Halter von Papageien, Sittichen und Co. wünschen sich für ihre Vögel starke Knochen und Muskeln. Und für die sind Eiweiß der Schlüssel. Für die Abwechslung in der Proteinversorgung sind Milchprodukte allerdings nicht zu empfehlen, warnt das Magazin „Wellensittich&Papageien“ (Ausgabe 1/2020).

Grund dafür sei, dass Vögel keine Laktase produzieren. Dabei handelt es sich um das Enzym, das für den Abbau des in der Milch vorkommenden Kohlenhydrats Laktose verantwortlich ist. Da Vögel ihre Jungen nicht säugen und demnach keine Milch produzieren, benötigen sie die Laktase nicht und stellten sie deshalb auch nicht her.

„Unsere Heimvögel sind sozusagen laktoseintolerant und reagieren mit Durchfall, wenn größere Mengen an laktosehaltigen Milchprodukten verfüttert werden“, erklärt Papageien-Expertin Diana Eberhardt.

Besser sei es, Eiweiße ausschließlich in Form von Rohkost sowie eingeweichten und gekeimten Hülsenfrüchten anzubieten. Dazu zählen Mungobohnen, Kichererbsen oder Linsen. Reichlich Proteine stecken auch in Quinoa, Sonnenblumenkernen, Sesam und Nüssen. Das Körnerfutter sollte über Nacht in kaltem, sauberen Wasser eingeweicht werden.