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| 11:39 Uhr

Erkrankungen vorbeugen
Die richtige Ohrenpflege für Hunde

FOTO: pixabay.de / vlaaitje
Ohrenerkrankungen beim Hund sind keine Seltenheit. Ausreichende Ohrenpflege muss zum Pflegeprogramm gehören, um die Gefahr zu senken.

Ohrenerkrankungen lauern quasi überall – in Form von Bakterien und Parasiten (allen voran Milben), die sich einnisten und für Entzündungen sorgen. Bleibt so eine Infektion länger unerkannt, kommt es zu gravierenden Folgen: Risse und darauf folgende Vernarbungen im Trommelfell sind nur eine davon, die aber das Gehör schon schädigen können. Jede Ohrenentzündung bedeutet für den Hund zudem qualvollen Juckreiz und Schmerzen, gegen die er selbst nicht viel tun kann – außer sich stundenlang verzweifelt zu kratzen. Dieses Kratzen verschlimmert jedoch die Situation noch weiter, da die Krallen Verletzungen in der Ohrmuschel hervorrufen, die sich zusätzlich wieder infizieren können. Schlimme Schmerzen können Hundehalter ihren Lieblingen ersparen, wenn sie sich um eine regelmäßige Ohrenpflege kümmern. Ein wenig wird der Aufwand hierfür von der Tatsache beeinflusst, ob der Hund stehende – also gut belüftete – oder hängende und somit eher von der Luft abgeschlossene Ohren hat.

Wie erkennt man Ohrenerkrankungen beim Hund?

Nicht jedes Kopfschütteln des Vierbeiners weist gleich auf Ohrenbeschwerden hin – doch häufiges oder lang anhaltendes Schütteln ist mehr oder weniger schon ein sicherer Hinweis auf eine solche Erkrankung. Ebenso kann ein sehr intensives Kratzen am Ohr (mit immer wieder erfolgendem Ablecken der Pfote, mit der gekratzt wurde) auf eine akute Situation hindeuten. Leises Fiepen oder richtiggehendes Jaulen während des Kratzens sind weitere äußere Anzeichen.

Beim Blick in das äußere Ohr sieht der Halter dann braunen Schmutz, gerötete Stellen und in schlimmeren Fällen Kratzer, die gegebenenfalls bluten oder schon verschorft sind. Eiter ist nur bei sehr schweren Entzündungen im Außenohr zu sehen; dieser befindet sich oft in den inneren Teilen des Gehörsystems, ohne nach außen hin in Erscheinung zu treten. Eiter und Flüssigkeit im Mittel- oder Innenohr sind aber enorm schmerzhaft – jeder Mensch, der schon einmal eine Mittelohrentzündung hatte, kann ein Lied davon singen. Fällt bei der Kontrolle des Ohres ein übler Geruch auf, ist dies ebenfalls als deutliches Zeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist, zu nehmen.

Ohrenreinigung professionell oder zuhause?

Für den Tierhalter ist alles, außer dem äußeren Teil des Gehörs tabu. Für eine intensive, gründliche Reinigung des Gehörganges sollte man zum Tierarzt gehen, der das Wissen und die Mittel hat, hier nichts verkehrt zu machen. Bei einer unsachgemäßen Reinigung des Gehörganges kann es zu einem luftdichten Verschluss des Gehörgangs kommen, der dann die ideale Basis für jedwede Entzündung bildet. Deswegen darf auf gar keinen Fall ein Wattestäbchen benutzt werden, weil man damit Ohrenschmalz und Schmutz eher weiter ins Ohr schiebt, als etwas davon zu entfernen. Für die Säuberung des Außenohrs stehen im Zoohandel klassische Ohrreiniger zur Verfügung, die sanft reinigen und die Haut zugleich pflegen und widerstandsfähig machen. Zur Ohrenpflege gehört es auch, die Haare an der inneren Seite des Ohres zu kontrollieren. Auch hier können sich Zecken einnisten, was besonders schmerzhaft für den Hund ist. Verklebte Haare muss man säubern, zu lange Härchen kürzen. Auch auf Verfilzungen rund um das Ohr sollte kontinuierlich geachtet werden. Sehr schnell wird die Haut durch Filze von der Luft abgeschlossen, wodurch es zu Haureizungen, Ekzemen und weiteren Beschwerden kommen kann. Bei manchen Hunderassen sind die Ohren auch eine Aufgabe für den Hundefriseur oder einen selbständig ausgeführten Haarschnitt. Hängen die Ohren bis in den Futternapf oder die Wasserschüssel, sammelt sich auch hier Schmutz an, in dem Bakterien einen Tummelplatz finden.

Wie wendet man Ohrreiniger an?

Für die Frage nach der richtigen Anwendung von Ohrreinigern eine pauschale Antwort zu geben, wäre anmaßend. Jeder Hersteller gibt aber auf der Packung, in der Packungsbeilage oder auf der Internetseite, auf der das Produkt verkauft wird – siehe zum Beispiel Canosept Ohrreiniger – eine genaue Beschreibung an. So besteht niemals die Gefahr, etwas falsch zu machen. Für den Hundehalter gibt es die Auswahlmöglichkeit zwischen natürlichen und chemisch zusammengesetzten Produkten. Wichtig ist neben dem reinigen Effekt auch eine desinfizierende Wirkung. Duftstoffe müssen an sich nicht sein, da die Geruchsbildung im sauberen Ohr eigentlich kein Thema sein dürfte. Regelmäßige Kontrolle und Ohrenpflege sind – ganz unabhängig von der Art des Ohrreinigers – oberste Priorität.