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| 14:28 Uhr

Im Notfall heißt es Festplatte reparieren
Sommergewitter bringen Elektrogeräte und Computer in Gefahr

FOTO: Pixabay.com / skeeze
Mit den ersten heißen Tagen steigt in der Region das Gewitterrisiko massiv an. Schwere Sommergewitter kommen in den letzten Jahren immer häufiger vor und sind vor allem für die elektrischen Geräte im Haus eine enorme Gefahr. Durch einen Blitzschlag können diese dauerhaft beschädigt werden.

Noch immer wird die Gefahr, die von einem Gewitter ausgeht, häufig unterschätzt. Die meisten Haushalte verlassen sich hier auf den Überspannungsschutz, der in die Steckdosen integriert ist. Doch sowohl PC-Spezialisten als auch Versicherungsunternehmen betonen mit Blick auf die Sommergewitter, dass gerade in den gewitterreichen Sommermonaten ein deutlicher Anstieg der Schadensmeldungen bei elektrischen Geräten zu verzeichnen ist. Betroffen von Schäden dieser Art sind aber nicht nur Kühl- und Gefrierschränke sowie TVs, sondern beispielsweise auch Computer. Sind Computer und Laptop von einem Blitzschlag betroffen, bedeutet dies in der Regel einen wirtschaftlichen Totalschaden. Besonders ärgerlich sind dabei Schäden an der Festplatte, durch die wichtige Daten verloren gehen. Daher sollten Gewitter-Ankündigungen in der Region grundsätzlich ernst genommen werden.

Blitzschlag kann Kurzschluss oder Brand auslösen

Die Energie, die sich mit einem Blitzschlag entlädt, ist enorm. Durchschnittlich 30.000 Ampere werden hier freigesetzt und sind für beinahe alle elektrischen Geräte der Todesschuss. Einige Blitze setzen dabei noch viel größere Energiemengen frei und erreichen bis zu 100.000 Ampere.

Es reicht viel weniger Energie aus, um die Mikroprozessoren eines PCs zu beschädigen. Schon 10 Volt können an den empfindlichen elektronischen Komponenten zu großen Schäden führen, die nicht unbedingt sofort bemerkt werden. Fälschlicherweise wird angenommen, dass externe Festplatten von einem Blitzschlag ausgeschlossen sind. Doch auch hier kann durch die enormen Mengen ein riesiger Schaden entstehen. Immerhin besitzen große Festplatten eine eigene Verbindung zur Steckdose, kleinere werden über ein USB-Kabel mit dem PC verbunden. Beide Varianten können durch einen Blitzschlag einen Kurzschluss erhalten oder sogar Feuer fangen.

Woran wird ein Blitzschaden bei der Festplatte erkannt?

Ist die eigene Festplatte von einem Blitzschlag betroffen, zeigt sich das spätestens nach dem ersten Einschalten von Computer und Laptop. Da die Schäden enorm sind, fahren die Festplatten in der Regel nicht mehr hoch, der betroffene Computer startet also nicht. Bei einem solchen Schaden kann die Platine, die vom Kurzschluss betroffen ist, keinen Strom mehr weiterleiten. In einigen Fällen äußert sich die kaputte Festplatte auch durch Piepen und Klicken.

Ist die Festplatte defekt, sollte von Reparaturen auf eigene Faust abgesehen werden. In erster Linie geht es nämlich darum, die vorhandenen Daten auf dem Modul zu retten. Die erste Wahl ist daher immer die Festplatten-Reparatur beim Datenretter. In den meisten Fällen gelingt es ihnen wichtige Daten zu retten und den Inhalt der beschädigten Festplatte zu spiegeln, sodass sich der Schaden wirklich auf die Hardware beschränkt.

Warum ist von einem Eigenversuch abzuraten

PC-Spezialisten unterstreichen immer wieder: “Wenn wir Daten wiederherstellen nach Elektronik-Defekt, sind hierfür komplexe Vorgänge erforderlich. Dabei hängen die auf den Weg gebrachten Schritte auch prinzipiell von der Art der Festplatte ab.” Der Festplattentyp ist auch dafür entscheidend, wie empfindlich die Leiterplatte beispielsweise auf Stromausfälle und Schwankungen reagiert. Hier kam eine Studie von HP, die der Hersteller gemeinsam mit der University of Ohio durchgeführt hat, zu dem Ergebnis, dass gerade SSDs vergleichsweise anfällig sind. Die Flash-Chips haben sich insbesondere bei Unternehmen zur beliebten Speicherlösung entwickelt.