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Sicherheitslücken beim Galaxy S8

Berlin. Der Iris-Scanner in Samsungs Galaxy S8 ist offenbar recht einfach zu knacken. Das legt ein Bericht des Chaos Computer Clubs (CCC) nahe. dpa

Zur Überlistung der biometrischen Sicherheitssperre reichte ein im Nachtmodus der Kamera angefertigtes Foto des Nutzerauges aus mittlerer Distanz. Dieses druckten die Sicherheitsforscher mit einem Laserdrucker aus. Anschließend setzten sie eine Kontaktlinse auf den Ausdruck, um die Wölbung des Auges nachzustellen. Die Telefonsperre ließ sich auf diese Weise umgehen, wie ein Video des CCC anschaulich zeigt.

Laut Samsung wird der im Galaxy S8 genutzt Iris-Scanner rigorosen Tests unterzogen. Er könne demnach solche Überlistungsvorgänge eigentlich verhindern. Sollte es sich beim beschriebenen Fall um eine Sicherheitslücke handeln, wolle man so schnell wie möglich reagieren.

CCC-Sprecher Dirk Engling rät Nutzern des Galaxy S8 zum Schutz per PIN-Code. Denn mit aktivierter Iris-Erkennung reiche schlimmstenfalls ein Foto des Nutzer aus, um Zugriff auf das Gerät zu erhalten. Neben Kontaktdaten, Adressen und Fotos könnten so auch Bezahlinformationen in Gefahr sein. Die Überwindung des Iris-Scanners ist nicht der erste Fall, bei dem biometrische Systeme nicht die versprochene Sicherheit bieten. Bereits 2013 zeigte der CCC, dass sich Apples Fingerabdruck-Sperre TouchID mittels nachgedruckter Fingerabdrücke entsperren lässt.