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Samsung startet den Verkauf neuer Modelle

Das Galaxy S6 hat ein Gehäuse aus extrem harten Glasplatten. Bei den Vorgängermodellen setzte Hersteller Samsung noch auf Plastik.
Das Galaxy S6 hat ein Gehäuse aus extrem harten Glasplatten. Bei den Vorgängermodellen setzte Hersteller Samsung noch auf Plastik. FOTO: dpa
Seoul. Samsung verabschiedet sich vom Plastikdesign – zumindest bei seinen neuen Spitzenmodellen. Das Galaxy S6 und die S6-Variante Edge sind edel, schnell und teuer. Am Freitag startete der Verkauf in Deutschland. dpa

Die südkoreanische Technikschmiede Samsung hat den Verkauf ihrer neuen Smartphone-Spitzenmodelle gestartet. Die Geräte Galaxy S6 und S6 Edge seien von Freitag an in 20 Ländern weltweit erhältlich, darunter auch Deutschland, sagte eine Sprecherin des langjährigen Smartphone-Marktführers.

Bei den neuen Modellen wurden Vorder- und Rückseite mit harten Glasflächen überzogen. Zusammen mit dem Metallrahmen hinterlassen die beiden Geräte nun einen wertigen Eindruck. Allerdings ist der Akku fest verbaut und lässt sich nicht mehr austauschen.

Bei den technischen Werten übertrumpft Samsung die Spitzenmodelle der Konkurrenz von Apple und Co. Das Display (5,1 Zoll Bildschirmdiagonale) hat eine Auflösung von 2560 mal 1440 Pixel. In der Praxis merkt man davon wenig, da man schon bei Full-HD-Displays anderer Hersteller einzelne Pixel mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Die Farbdarstellung beim S6 ist kräftig, die Displays lassen sich auch im Freien gut ablesen.

Das neue Galaxy S6 erscheint in zwei Varianten, die sich nur äußerlich unterscheiden. Das kleinere und schlankere S6 Edge hat ein an beiden Ecken gebogenes Display, sodass ein dünner Seitenbildschirm zur Verfügung steht. Er kann im Ruhezustand mit der Uhrzeit, Kurzmitteilungen, Wetter- oder Sport-Berichten bespielt werden. Das funktioniert aber nur in halb abgedunkelten Räumen.

Beide S6-Modelle verfügen über einen flotten Achtkern-Prozessor ("Exynos 7420"), der aus der hauseigenen Chip-Schmiede stammt. Die Ingenieure haben vier der acht Kerne für leistungshungrige Anwendungen mit 2,1 Gigahertz (GHz) getaktet, die anderen vier Kerne begnügen sich mit 1,5 GHz. Standard-Aufgaben erledigen die langsameren Kerne, ansonsten helfen die vier Turbo-Kerne. Und auf der Rückseite hat Samsung eine 16-Megapixel-Kamera verbaut und ihr somit einen optischen Bildstabilisator verpasst. Damit gelingen bei Tageslicht scharfe Bilder mit natürlichen Farben. Unterm Strich bieten beide S6-Modelle ein exzellentes Display und eine überdurchschnittlich gute Akku-Laufzeit. Aber das zu einem stolzen Preis. Zwischen 849 und 1049 Euro zahlt man für das S6 Edge, 699 bis 899 Euro kostet das S6 in der Standard-Version.