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Quelloffene Content Management Systeme weit verbreitet

Webseiten kann man ohne große Programmierkenntnisse mithillfe von lizenzfreien Website-Redaktionssystemen selber gestalten.
Webseiten kann man ohne große Programmierkenntnisse mithillfe von lizenzfreien Website-Redaktionssystemen selber gestalten. FOTO: Mike Licht
Open-Source-Anwendungen werden am häufigsten für die Webseitenerstellung genutzt. Die lizenzfreien Website-Redaktionssysteme (englisch: Content Management Systems, kurz CMS) WordPress, Joomla, TYPO3 und Drupal liegen im CMS-Markt weltweit und natürlich auch in Deutschland sehr weit vorne.

CMS sind - ganz ihrer Übersetzung nach - Inhaltsverwaltungssysteme, die eine schnelle und einfache Gestaltung und Pflege von Webprojekten ohne große Programmierkenntnisse erlauben. Für Webseitenbetreiber, die für ihren Webauftritt eine unkomplizierte Lösung brauchen, sind die Publishing Tools mit ihren Layout-Vorlagen eine ideale Komplettlösung. Wegen ihrer hohen Wirtschaftlichkeit kommen inzwischen immer häufiger die Open-Source-Anwendungen zum Einsatz.

WordPress ist marktführend

Die CMS-Platzhirsche sind, gemessen an ihrem weltweiten Marktanteil , WordPress (64 %), Joomla (14 %), Drupal (8 %) und TYPO3 (2 %). In Deutschland ist TYPO3 mit einem Marktanteilen von 14,8 % eines der besonders beliebten CMS. Es eignet sich aufgrund seines enormen Funktionsumfangs und seiner Erweiterbarkeit vor allem für große Webplattformen und -portale. Es findet im gehobenen Mittelstand und im Bereich des E-Governments Anwendung. Drupal dagegen wird mit seinem Baukasten-System eher für die Erstellung von Webplattformen für Communitys benutzt. Der Spitzenreiter im deutschen CMS-Ranking , WordPress (31,8 %), ist eine klassische Blogging-Software, die sich jedoch auch für Unternehmenswebseiten im Start-up- und KMU-Bereich als CMS durchgesetzt hat. Joomla (16,6 %) ist ähnlich einsteigerfreundlich wie WordPress und wird größtenteils für kleinere und mittelgroße Webprojekte von KMUs und Vereinen eingesetzt.

Hosting für CMS-Anwendungen

Um mit einem CMS eine Webseite aufsetzen und onlinestellen zu können, werden Webspace und eine Domain bei einem Hoster benötigt. Mit "wordpress.com" und "joomla.com" stehen dabei speziell für WordPress und Joomla Web- bzw. Blog-Hosting-Services zur Verfügung, welche die Gestaltung einer Webpräsenz ohne Installation des CMS ermöglichen. Bei diesen Freehosting-Angeboten gibt es für die erstellte Webseite allerdings keine eigene Internetadresse. Eine eigene Domain für die Webseite gibt es nur bei kostenpflichtigen Webhostern wie beispielsweise 1&1, STRATO, Host Europe oder ALL-INKL. Die Webhoster bieten in der Regel in ihren Webhosting-Paketen neben ihren eigenen Web-Content-Management-Systemen (WCMS) die Option, ein CMS der Wahl zu installieren. Wie man zum Beispiel TYPO3 bei 1&1 einrichten kann, wird in dieser Anleitung erklärt .

Sicherheitsaspekte entscheidend

Kriterium für die Auswahl ist nicht nur die Anpassungsfähigkeit des Publishing Tools an ein Webprojekt, sondern auch die Sicherheit. Eine Auswertung zu den sicherheitsrelevanten Schwachstellen und Bedrohungslagen der gängigen CMS-Produkte hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Jahr 2013 veröffentlicht. Die Ergebnisse der Sicherheitsstudie sind auf der BSI-Seite zu finden .

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