Doch was verbirgt sich genau dahinter und welche Gefahren können davon ausgehen? Was genau bedeuten soziale Netzwerke und wie werden diese definiert? Mit diesen Fragen soll sich dieser Beitrag genauer auseinandersetzen.

Soziale Netzwerke sind ins Leben gerufen, um Nutzern auf virtueller Ebene zu ermöglichen, zu interagieren, zu schreiben, Meinungen und Informationen auszutauschen und zu kommunizieren. Dazu wird oft eine organisierte Gruppe von Menschen (Community) genutzt, die über genannte Netzwerke sich austauschen. Im Rahmen dessen kann man ein eigenes Profil, Kontaktliste, Adressbuch sowie einen eigenen Blog erstellen und Inhalte (z. B. Fotos und Videos) teilen. Dieser Gesamtkontext wird als „social network service“ bezeichnet. Die stärkste Präsenz haben die für das Internet konzipierten sozialen Portale in Frankreich und Großbritannien. Dass im Atlantik gelegene Königreich weist somit 9,6 Millionen Nutzer auf. Soziale Netzwerke kamen bereits in den 1980er Jahren auf, als Bulletin-Board-Systeme sowie in Form des Usenet. Letzteres ist ein eigenständiges, elektronisches Netzwerk, welches eine Art Sammelforum darstellt und jeder Teilnehmer sich mithilfe von Newsgroups sowie Newsreader austauschen kann. Die Kommunikation läuft hierbei über ein schwarzes Brett. Im weiteren Sinne können soziale Netzwerke auch als Anwendungsplattformen für Softwareentwickler genutzt werden. Dies geschieht mithilfe von Programmierschnittstellen.

Das wohl bekannteste social network: Facebook

Der Grundstein von Facebook wurde im Jahre 2003 gelegt, als Mark Zuckerberg während seines Informatikstudiums an der Havard University das Internetportal facemash.com erstellte. Das Facebookprojekt wurde endgültig als Unternehmen gegründet, als andere Studenten sich mit beteiligten und das Frühjahr 2004 anbrach. Es wurde mit selbst initiierten Programmiersprachen entwickelt und ermöglicht neben dem Erstellen privater Accounts auch geschäftlicher Profile sowie verschiedener Facebookseiten. Im Vordergrund steht des Weiteren das Vernetzen von Personen untereinander (mithilfe von Freundschaftsanfragen und Privatnachrichten). Die weiteren Funktionen erstrecken sich auf das Posten und Senden von Orten und Videos sowie die Nutzung von Suchfunktionen, der Chronik und des Facebookmessengers. Die oben genannten Facebook-Seiten können vielfältig gestaltet werden und dienen als Präsentierung von lokalen Unternehmen, Marken, Produkten, Künstlern, Bands, Unterhaltung sowie Organisationen. Diese werden daher oft auch zur Kundengewinnung genutzt (social Media Marketing). Facebook-Gruppen dienen dem Austausch von Interessen und der Diskussion von Themen. Die Regeln sowie Einschränkungen der Nutzung (z. B. dass Beiträge erst freigegeben werden oder Nutzer erst angenommen werden müssen). Die Finanzierung des globalen Internetunternehmens erfolgt über geschaltete Werbeflächen. Nichtsdestotrotz werden im weltweit größten sozialen Netzwerk Sicherheitsvorkehrungen groß geschrieben und daher eine Bandbreite von Regelungen im Jugend- als auch Datenschutz getroffen. Besagte Sicherheitsvorkehrungen werden zusammen mit der Common Sense Media. Der ConnectSafely, der WiredSafety der Childnet international sowie mit The Family Online Safety Institute (FOSI) beschlossen.

Dadurch wurde erwirkt, dass Minderjährige auf ihre Daten sehr gut achten sollen sowie Erwachsene Profile von unter 18-Jährigen nicht finden sollen. Ferner sollen Änderungen des Alters erschwert werden und Filter umfangreich nutzen zu können (z. B. um pornografische Inhalte auszublenden). Um die persönliche Privatsphäre zu verbessern, ist es jedem Facebook-Nutzer möglich, die Sichtbarkeit von Medien, Links und Statusmeldungen festlegen und kontrollieren zu können. Um diesen Ansprüchen noch mehr gerecht zu werden, hat sich Facebook zusammen mit dem privaten Fernsehsender MTV auch für Kampf gegen Cyber-Mobbing verschrieben. Jedoch birgt Facebook auch die Gefahr der Abhängigkeit, weswegen viele Personen den Ausstieg aus dem von Mark Zuckerberg gegründeten Netzwerk wählen.

Jugendliche in soziale Netzwerken

Facebook, WhatsApp, Pinterest und viele weitere Portale haben sich bereits unter den 13 – 20-Jährigen etabliert, denn sie verbringen sehr viel Zeit damit. Dies beläuft sich auf das Austauschen von Informationen als auch die Gestaltung und Verbreitung von Texten, Videos und Bildern. Am Beliebtesten sind nach wie vor Instagram und Snapchat. Weitere Aktivitäten stellen das Suchen von Kontakten, Anschauen von Profilen, Suchen von Freunden, Chatten sowie das Finden von Veranstaltungen dar. Jedoch hat der Großteil der „Facebook-Freunde“ (Kontakte in der Freundesliste) meist nichts mit den realen Freunden zu tun, schließlich haben viele mehr als 300 Kontakte in ihrer virtuellen Liste. Für die Teenager stellt diese Art der Kommunikation eine gute Art der Selbstdarstellung dar. Im virtuellen Rahmen werden hiermit neue Gruppen und Freunde gefunden sowie die Entwicklung der eigenen Identität vorangetrieben. Die meisten Jugendlichen verschaffen sich somit auch eine Menge Vorteile, denn die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme ist wesentlich geringer als im richtigen Leben und die Heranwachsenden fühlen sich von den Eltern unbeobachtet. Des Weiteren können soziale Beziehungen aufgebaut, Interessen mit Anderen geteilt sowie von Gleichaltrigen akzeptiert und respektiert werden.

Risiken

Selbstverständlich dürfen auch die Gefahren im Netz nicht unterschätzt werden, so können die ins Netz gestellten Videos, Daten und Bilder von Dritten missbraucht werden, wie das Erstellen von automatischen Berichte und Dossiers, oder von wichtigen Aufgaben (z. B. Schule) abgelenkt werden oder gar in eine Sucht stürzen, auch das oben angesprochene Cyber-Mobbing kann ernsthafte Folgen für die Opfer haben, so werden diese im Internet bloßgestellt, verleumdet, beleidigt und belästigt. Des Weiteren können mithilfe von Gesichtserkennungsprogrammen bestimmte Fotos einer Person zugeordnet werden können oder unfreiwillige Verlinkungen auftreten. Weitere große Probleme können durch Identitätsdiebstahl oder Cyber-Stalking auftreten. Ersteres kann dem Betroffenen ernsthaften Schaden zufügen. So werden dadurch oft Karrieren und Hoffnungen zerstört. Unter Identitätsdiebstahl wird die unbefugte Nutzung von persönlichen Daten oder gar des eigenen Namens verstanden. Hierbei werden unter dem Namen des Opfers Geschäfte abgewickelt, strafbare Handlungen begangen oder gar der Ruf geschädigt. Dies wird in Form von der Erstellung falscher Accounts, Unterstellung von Straftaten des Betroffenen oder gar in der Vortäuschung falscher Tatsachen begangen, meist wird dies bewerkstelligt, um an Geld zu gelangen oder um aus Hass oder Neid Racheakte durchzuführen. Dies kann sogar dazu führen, dass die Wohnung und der Computer des Opfers durchsucht beziehungsweise sichergestellt werden. Leider ist es derzeit in Deutschland nicht als Strafbestand erfasst, so kann es jedoch unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Anzeige kommen, so zum Beispiel bei „§ 238 StGB Nachstellung“ oder „§ 164 StGB falsche Verdächtigung“. Beim Cyber-Stalking handelt es sich um bedrängende Handlungen im World Wide Web. Diese werden mittels technischer Kommunikationsmittel wie Handy oder E-Mails durchgeführt. Dabei wird die betroffene Person einem schweren Druck und Leiden ausgesetzt, was zu einer psychischen Destabilisierung führen kann. Der Täter versteckt sich hierbei hinter der Anonymität des Internets. Beispiele dafür sind die Verbreitung von Lügen, sexuelle Belästigung oder Telefon-Terror. Cyber-Stalking ist als Paragraf 238 im Strafgesetzbuch aufgeführt und kann somit mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

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