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| 14:16 Uhr

Aufgepasst
Internet der Dinge bringt neue Herausforderungen für die Cyber-Sicherheit

Vermeiden Sie Ärger. Stellen Sie Cyber-Sicherheit an erste Stelle.
Vermeiden Sie Ärger. Stellen Sie Cyber-Sicherheit an erste Stelle. FOTO: Jerry Bunkers / Flickr | CC BY 2.0 | Bestimmte Rechte vorbehalten
Das Internet der Dinge ist noch jung. Entsprechend besteht einige Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Sicherheitsrisiken, sowohl bei Privatnutzern als auch bei Unternehmen und Herstellern. Klar ist nur, dass die Risiken nicht unerheblich sind.

Je mehr Geräte am Netz sind, desto größer zum Beispiel das Risiko für Cyber-Attacken, bei denen die Geräte zu einem Bot-Netz zusammengeschlossen werden, um einen geballten Angriff auf einen Server zu fahren.

Im letzten Jahr wurde zum Beispiel eine Attacke auf "Dyn" gefahren, einen der größten Anbieter für DNS-Dienste. Ein solcher Dienst ermöglicht Nutzern täglich den Gebrauch des Internets, indem er Domains wie www.testseite.de in entsprechende IP-Adressen übersetzt. Als Dyn attackiert wurde, verloren massenhaft Nutzer den Zugriff zu beliebten Seiten wie Twitter, Spotify und Netflix.

Bei der Herstellung von Produkten wie smarten Kaffeekochern oder Lichtanlagen für das Smart Home sowie bei vernetzten Geräten in Unternehmen konzentrieren sich die Entwickler auf die hohen Anforderungen an Nutzerfreundlichkeit, Flexibilität und Verfügbarkeit. Das führt teilweise dazu, dass Sicherheitsfragen hintan gestellt werden. "Die Geräte werden täglich benötigt, aber in der Regel bleiben die Sicherheitsfragen ungeklärt", fasst Sicherheitsexperte Matthias Straub beim Presse-Roundtable zum Thema "Sicherheit und Datenschutz für die Digitale Welt" zusammen. Auch der günstige Preis vieler Produkte sorge dafür, dass die Versorgung mit Sicherheitsupdates nur für einen kurzen Zeitraum gewährleistet werde, so die IT-Experten. Während einige die Verantwortung beim Kunden sehen, der das Produkt kauft, fordern die Experten der Runde eine Produkthaftung durch den Hersteller.

Was Verbraucher tun können

Bis eine solche Haftung vorhanden ist, sollten Verbraucher dennoch ihre persönlichen Geräte schützen, so gut es geht - beispielsweise, indem sie in den Standardeinstellungen das Passwort ändern. Allerdings ist das, trotz einer entsprechenden Aufforderung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, nicht bei allen Herstellern möglich. Wenn die Kommunikation der unterschiedlichen Geräte im Haushalt nicht nötig ist, sollte man diese zudem ausschalten. Die entsprechende Funktion am Router nennt sich UPnP, kurz für "Universal Plug and Play".

Außerdem sollte man darauf achten, stets alle verfügbaren Updates unmittelbar durchzuführen, da dadurch Sicherheitslücken schnell geschlossen werden. Hersteller melden entweder von sich aus, wenn ein neues Update zur Verfügung steht, oder stellen die Information im Internet unter der entsprechenden Gerätenummer bereit. Wer auf Nummer sicher gehen will, richtet fürs Smart Home ein eigenes Netzwerk ein, sodass die Geräte nicht für Außenstehende im Internet sichtbar sind, oder lässt sich ein solches "VPN" von einem Profi einrichten.