Ein Drittel der befragten Konsumenten wollen mehr Produkte mit nachhaltiger Verpackung kaufen. Zu diesem Ergebnis kommt die Umfrage zum Deutschen Verpackungskonkgress 2019. Im Lebensmittelhandel lassen sich Obst und Gemüse schon in mitgebrachten Stoffbeuteln verpacken oder vor Ort in eigenen Tupperdosen abfüllen. Features wie Wiederverschließbarkeit, Easy open oder To-go sollten heute schon zum Standard einer Verpackung zählen. Fehlen diese umweltfreundlichen Funktionen, wird das oft von den Nutzern durch mangelnde Käufe abgestraft.

Was sind nachhaltige Verpackungen?

Nachhaltige Verpackungen sind recyclebar. Sie bestehen aus weniger Material und verbrauchen bei der Herstellung wenig Energie. Natürliche, biologisch abbaubare Verpackungsmaterialien stammen aus nachwachsenden Rohstoffen. Forscher gehen dafür zum Teil ungewöhnliche Wege. Experimente laufen mit Pilzen. Fadenförmige Pilzzellen wachsen in einer Form, die als Grundlage der Verpackung genutzt wird.

Mehr Umsatz durch nachhaltiges Material

Verbraucher erwarten von Unternehmen, dass sie in den Umweltschutz investieren. 62 Prozent der befragten Industrie- und Handelsvertreter erwarten verstärkte nachhaltige Verpackungen, so der Wellpappe Report.

Kaffee to go – geht auch mit recycelbaren Bechern

Morgens schnell einen Kaffee beim Bäcker ziehen, bevor es in die Bahn geht. Zahlreiche Pendler kennen dieses Szenario. Eines der größten Kritikpunkte ist der Kaffeebecher mit Plastikkappe. Einmal ausgetrunken, wird der Becher samt Plastik entsorgt. Das geht auch anders, wie die Verpackungsexperten von verpacken24.com bestätigen. Das Unternehmen vertreibt unter anderem Kaffeebecher aus natürlichem Rohmaterial aus der Zuckerrohrgewinnung. Die Beschichtung innen ist kompostierbar. So wird der Coffee to go Becher umweltfreundlich.

Lebensmittel nachhaltig verpacken

Ob Supermarkt, Bäcker oder Metzger: Vor allem bei Lebensmitteln reagieren Konsumenten empfindlich. Die Angst, ob schädliche Substanzen oder Mikroplastik in Folien, Beuteln oder Tüten lauern, ist oftmals groß. Grüne Ideen gibt es zum Glück genug, wie die Folie aus Holzfasern. Die Folien bestehen zu 90 Prozent aus Zellulose. Die restlichen 10 Prozent setzen sich aus Wasser, Glycerin und Bindemittel zusammen – alles biologisch kreislauffähig.

Einweggeschirr wird auf vielen Party gebraucht - und ist eine Plastiksünde. In Asien und Südamerika wird nun Einweggeschirr aus Palmblättern entwickelt. Die Naturschalen werden mit Wasserdampf und Hitze hergestellt und sind mehrschichtig.

Im Handel und der Lebensmittelindustrie tut sich was: im Sinne der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes. Die Prognosen stehen gut, dass diese Entwicklung von den Konsumenten mit höheren Umsätzen belohnt wird. Die industriellen Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden. Und das online wie offline.