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| 02:39 Uhr

Google, wer ist besser als du?

Bei der Frage nach dem höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern, sind sich die verschiedenen Suchmaschinen im Test einig.
Bei der Frage nach dem höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern, sind sich die verschiedenen Suchmaschinen im Test einig. FOTO: dpa
Saarbrücken. Die Dominanz der Suchmaschine Google ist so groß, dass sie unsere Sprache verändert hat. Wer etwas im Netz sucht, der "googelt". Doch wie gut ist Google im Vergleich zur Konkurrenz? Wir haben's ausprobiert. Christopher Ferner

Wie hoch ist das höchste Gebäude der Welt? Und was hat es mit dem IS auf sich? Tatsächlich wissen muss man das nicht, nur wissen, wo man es nachschlagen kann. Suchmaschinen können die passenden Antworten innerhalb von Sekundenbruchteilen ausspucken. "Googeln" wird dieser Vorgang oft genannt. Allein dadurch wird die beherrschende Marktmacht Googles deutlich. Und das obwohl der Internetriese nicht gerade für seinen strengen Umgang mit Daten bekannt ist. Doch wie gut sind die Alternativen? Die Suchmaschinen Bing, Duckduckgo und fragFINN wurden dazu einem Vergleich unterzogen.

Auf die Suchanfrage "höchstes Gebäude der Welt", liefern Google, Bing und Duckduckgo als Erstes einen Wikipediaeintrag. Der "Burj Khalifa" soll demnach mit 828 Metern das welthöchste Bauwerk sein. Das bestätigt auch die kinderfreundliche Suchmaschine fragFINN, verweist jedoch als Erstes auf eine Website mit kinderfreundlichen Nachrichten. Somit haben alle Nachschlagewerke ihre erste Aufgabe gleich gut gemeistert.

Wird die Frage "Was, ist der IS?" gestellt, sieht es jedoch schon anders aus. Microsofts Bing scheint damit überfordert zu sein und verweist auf die Startseite von wasistwas.de. Was der IS nun ist, weiß der Nutzer immer noch nicht. Suchmaschine Duckduckgo liefert ein Youtube-Video, in dem anschaulich erklärt wird, dass es sich beim IS um eine Terrororganisation handelt. Auch Google und fragFINN liefern passende Ergebnisse.

Und wie sieht es mit tagesaktuellen Nachrichten aus? Gibt der Nutzer "David Bowie gestorben" bei Google ein, werden ihm sofort Infos mit dem Todesdatum und einem Foto des Sängers präsentiert. Bing spuckt zahlreiche Nachrichtenseiten aus, die den Tod Bowies behandeln. Duckduckgo verweist als Erstes auf die Internetseite necropedia.org eine makabere Webseite, die nicht nur Nachrufe von toten Berühmtheiten ins Netz stellt, sondern auch von noch lebenden. FragFinn kann mit der Suchanfrage nichts anfangen und verweist auf einen Artikel zum Film "Bonanza".

Wenn es um die Leistung geht, hat Google die Nase vorne. Beim Datenschutz sieht es allerdings anders aus. Hier bemüht sich besonders Duckduckgo um einen privatsphärenfreundlichen Umgang mit Daten. Die Suchmaschine verschlüsselt die Daten und verspricht, keine persönlichen Nutzerdaten zu sammeln und keine Cookies zu verwenden. "Was Datenschutz angeht, ist Duckduckgo besser als Google. Dennoch ist es für Nutzer immer schwierig zu prüfen, ob ihre Privatsphäre tatsächlich geschützt ist, weil sie nicht kontrollieren können, was letztlich auf den Servern des Unternehmens geschieht", so Daniel Berger vom Computermagazin c't. Er empfiehlt Nutzern Cookies zu deaktivieren und bei Google im "Inkognito-Modus" zu surfen.

"Wenn Sie auf Duckduckgo etwas suchen, wissen wir nicht, wer sie sind und es gibt keine Möglichkeit, ihre Anfragen in Verbindung miteinander zu stellen" heißt es in der Datenschutzerklärung.

Die Suchmaschinenbetreiber versprechen, keine personenbezogenen Daten zu sammeln und auch nicht weiterzugeben.

Auch fragFINN verspricht, keine Daten an Dritte weiterzuleiten. Nicht so bei Google.

Hier werden Daten erhoben und an sogenannte Partner weitervermittelt. Wer diese sind, erfährt der Nutzer allerdings nicht. Und auch Bing scheint nicht gerade um einen vertraulichen Umgang mit Daten bemüht. "In einigen Fällen teilen wir Berichte mit den Werbungtreibenden über solche Daten, die wir auf ihren Websites oder ihrer Werbung erhoben haben", heißt es in der Erklärung.