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Industrie
Ersetzen Roboter bald die Menschen?

Robotik befindet sich nach wie vor im Aufwärtstrend. Insbesondere in der Industrie werden immer mehr Aufgaben von den Maschinen übernommen. Allein im Zeitraum von 2014 bis 2016 wuchs die Zahl der weltweit verkauften Industrieroboter von 221.000 auf 294.000;

Weltmarktführer in der Automatisierungstechnik ist Siemens (Quelle: statista.com) Dementsprechend hoch ist das Interesse an Investoren, die ihr Geld in den Robotik-Sektor stecken. Einige Industriebereiche sind von diesem Trend mehr, andere weniger betroffen.

Maximale Produktivität, keine Ausfallzeiten

Die Vorteile der Robotik liegen auf der Hand. Roboter erhöhen die Produktivität erheblich. Denn Roboter sind – im Gegensatz zum Menschen – rund um die Uhr einsatzfähig. Urlaubstage oder krankheitsbedingte Ausfälle müssen nicht einkalkuliert werden, immer unter der Voraussetzung, dass die Technik mitspielt. Da keine Ermüdungserscheinungen auftreten, stellen die Maschinen produzierte Waren in gleichbleibender Qualität her. Die Fähigkeit, Produktionsfehler zu erkennen und zu heben, sind weitere Vorzüge der Geräte. Und auch Endkunden profitieren in finanzieller Hinsicht vom Eroberungszug der Robotik: Schließlich werden hergestellte Waren nicht nur in der Regel durch die Maschinen qualitativ hochwertiger verarbeitet, sondern sind auch preiswerter.

Kein Auto ohne Robotik

Insbesondere in der Automobilindustrie sind Roboter seit langer Zeit unentbehrlich. Rund die Hälfte aller Industrieroboter wird im Autobau eingesetzt. Denn gerade dort, wo es viele Produktionsschritte gibt, besteht Bedarf, Arbeitsabläufe zu automatisieren. Das ist in der Kfz-Herstellung der Fall: Roboter können hier je nach Produktionsreihe für das entsprechende Modell programmiert werden, um die unterschiedlichsten Aufgaben wie Montage, Schweißen, Verkleben, Metallbearbeitung, Vermessungen und vieles mehr zu übernehmen.

Wichtig sind Industrieroboter auch in Ihrer Funktion, für den Menschen (zu) anstrengende Arbeiten zu verrichten. Und nicht zuletzt sind die Maschinen inzwischen so weit, dass sie vernetzt arbeiten können: Früher waren alle Produktionsschritte strikt voneinander getrennt, allein der Sicherheit wegen. Heute können Industrieroboter sogar im Team arbeiten, etwa, indem einer ein Bauteil hält und ein anderer es bearbeitet.

Zusammenfassend die Vorteile der Roboter:

- Sie sparen Kosten ein.
- Sie übernehmen körperlich anstrengende und gefährliche Arbeiten.
- Sie arbeiten präzise und ohne Ermüdungserscheinungen.
- Sie haben keine bzw. kaum Ausfallzeiten und arbeiten rund um die Uhr.
- Sie sind mittlerweile auch vernetzbar.

Auf den Greifarm kommt es an!

Um den vielfältigen Aufgaben der Maschinen Tag für Tag und rund um die Uhr gerecht zu werden, müssen spezielle Materialien bei der Herstellung von Industrierobotern zum Einsatz kommen. Besonders sensibel und am meisten beansprucht bei einem Roboter sind seine Greifarme. Hier braucht es ein Material, das robust, belastbar und leicht ist – Eigenschaften, die Polyurethan (PU) mitbringt. Daher finden sogenannte Spiralschläuche aus Polyurethan in der Robotik oft Anwendung für die beweglichen Roboterarme. Wie und wo Schläuche aus Polyurethan zusätzlich ihren Einsatz finden, können Sie z. B. beim Spezialisten für technische Schläuche SHP Primaflex erfahren. Der große Vorteil bei Polyurethan-Schläuchen ist, dass sie völlig unterschiedlichen Arbeitsumgebungen individuell angepasst werden können.

Arbeitsplatzabbau? Nicht mit uns?

Wer von Robotern spricht, kommt um das Thema Arbeitsplatzabbau nicht herum. Auf 10.000 Arbeitsplätze entfielen 2016 in Deutschland laut International Federation of Robotics (IFR) 301 Industrieroboter – Tendenz steigend. Zwar verspricht die Wirtschaft, dass durch den Einsatz von Robotern und deren immer vielfältigeren Einsatzmöglichkeiten natürlich in diesem Industriezweig entsprechend auch viele neue Jobs entstehen, ob damit aber der Abbau der Arbeitsplätze bei VW, Mercedes, BMW, Zulieferen und Co. aufzufangen sein wird, ist mehr als fraglich.

In einer Studie der ING-Diba zur Automatisierung aus dem Mai 2015 wurde bis zum Jahr 2035 mit einem Verlust von bis zu 18,3 Mio. Arbeitsplätzen in Deutschland kalkuliert. Allerdings solle man die Zukunft laut ING-DiBa Chefvolkswirt Carsten Brzeski nicht allzu schwarz malen: "Bei jedem technologischen Fortschritt gibt es Gewinner und Verlierer. Auch jetzt werden durch die zunehmende Automatisierung wieder neue, andere Arbeitsplätze entstehen. Die deutsche Wirtschaft sollte diese Herausforderung angehen."