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| 11:22 Uhr

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Die eigene Homepage? Tipps und Tricks für Einsteiger

Eine Homepage muss DSGVO-konform sein, da anderenfalls Abmahnungen und empfindliche Geldbußen drohen.
Eine Homepage muss DSGVO-konform sein, da anderenfalls Abmahnungen und empfindliche Geldbußen drohen. FOTO: Pixabay.com © TheDigitalArtist
Egal, ob als Selbstständiger oder nur für den privaten Gebrauch: Die meisten Menschen haben heutzutage eine eigene Homepage. Auch für Vereine und Gruppierungen lohnt sich das Erstellen einer Website.

Doch worauf kommt es bei der Erstellung an und was müssen Neulinge beachten? Folgender Artikel gibt Tipps zu Aufbau, Inhalt und rechtlichen Rahmenbedingungen, die jede Homepage erfüllen muss. Eine Homepage muss DSGVO-konform sein, da anderenfalls Abmahnungen und empfindliche Geldbußen drohen.

Das Recht auf seiner Seite haben

Die Struktur einer Website sollte im Vorfeld präzise durchgeplant sein, damit Nutzer sich gut zurechtfinden und alle wichtigen Informationen schnell und unkompliziert finden.
Die Struktur einer Website sollte im Vorfeld präzise durchgeplant sein, damit Nutzer sich gut zurechtfinden und alle wichtigen Informationen schnell und unkompliziert finden. FOTO: Pixabay.com © 27707

Im Prinzip ist es so, dass in Deutschland jeder eine Homepage erstellen kann. Allerdings muss diese, gerade wenn sie kommerziell genutzt wird, einigen Gesetzen entsprechen. So muss ein Impressum vorliegen. Dieses muss unter anderem eine ladungsfähige Anschrift enthalten sowie bei Firmen auch die Rechtsform und die Umsatzsteuer-ID. Der Webmaster oder Besitzer der Homepage muss außerdem Kontaktmöglichkeiten bieten, wie beispielsweise eine Telefonnummer oder E-Mailadresse.

Nachdem im Mai die europaweite Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, in Kraft getreten ist, haben Websitebetreiber die Pflicht, die Daten ihrer Nutzer konsequent zu schützen. Doch noch immer wirft die DSGVO in ihrer Umsetzung viele Fragen auf, die Webmaster sich stellen und beantworten sollten, bevor die Website online geht. Folgende Punkte zählen unter anderem zur DSGVO:

Das Impressum gehört zu den wichtigsten Inhalten einer Website und sollte, vor allem bei kommerziell genutzten Seiten, auf keinen Fall vergessen werden.
Das Impressum gehört zu den wichtigsten Inhalten einer Website und sollte, vor allem bei kommerziell genutzten Seiten, auf keinen Fall vergessen werden. FOTO: Pixabay.com © YvonneScholz

  • Nutzer von Websites haben das Recht auf Information und Auskunft. Das bedeutet, dass sie bereits beim Betreten der Website darüber informiert werden müssen, welche Daten von wem gespeichert werden. Außerdem müssen sie auf Anfrage stets sämtliche Informationen, die die Website speichert, zur Verfügung gestellt bekommen.
  • Daten, die nicht mehr benötigt werden und für die die gesetzlichen Speicherfristen abgelaufen sind, müssen sofort gelöscht werden.
  • Alle Daten müssen sicher und verschlüsselt gespeichert werden. Hier bietet sich eine sogenannte SSL-Verschlüsselung an. Diese ist an der Domain, die mit "https" beginnt, zu erkennen.

Die meisten Webhoster bieten heutzutage DSGVO-konforme Homepages kostenfrei oder zu einem kleinen Preis an. Dennoch sollten Betreiber einer Webiste vorab einen Webhosting-Vergleich anstellen, um das für sie beste Angebot zu finden.

Die Struktur einer Website sollte im Vorfeld präzise durchgeplant sein, damit Nutzer sich gut zurechtfinden und alle wichtigen Informationen schnell und unkompliziert finden.

Aufbau der Website - eine oder mehrere Seiten?

Webmaster haben generell zwei Grundgerüste zur Auswahl, nach denen sie ihre Homepage aufbauen können. Zum einen besteht die Möglichkeit, alle wichtigen Informationen auf einer Seite zusammenzufassen. Nutzer können dann durch die Seite scrollen und sich sämtliche Inhalte anzeigen lassen. Die zweite Variante ist die, dass Unterseiten zu allen Themenbereichen erstellt werden, auf die die Nutzer per Klick kommen. Bei einer kleinen Firme-Website ist die erste Variante sehr beliebt, bei einem Online-Shop die zweite.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Bei einer Website, die nur aus einer Seite besteht, sind alle Informationen gebündelt zu finden, wenn mehrere Seiten bestehen, finden Nutzer das in vielen Fällen übersichtlicher. In jedem Fall sollten die einzelnen Abschnitte oder Unterseiten direkt am oberen Rand der Seite in einem Raster oder Menü zu finden sein. So können Nutzer die gesuchten Themen schnell und unkompliziert finden. Weiterführende Informationen zur Struktur einer Website bietet die Technische Universität Chemnitz.

In jedem Fall ist es hilfreich, den Aufbau und die Struktur der Homepage im Vorfeld genau zu planen, damit der Webauftritt im Endeffekt in sich rund und schlüssig wirkt. Nichts wirkt auf potenzielle Kunden und Nutzer abschreckender als eine unübersichtliche Homepage, auf der sie nicht finden, was sie suchen. Das Impressum gehört zu den wichtigsten Inhalten einer Website und sollte, vor allem bei kommerziell genutzten Seiten, auf keinen Fall vergessen werden.

Welche Inhalte sollten bereitgestellt werden?

Am Ende kommt es bei jeder guten Website auf den Inhalt an. Denn nur der Content hält die Nutzer auf der Seite und sorgt dafür, dass sie wiederkommen. Folgende Punkte sollten auf jeder Homepage zu finden sein:

  • Leistungen/Inhalte
  • Eine Über-Seite, die den Betreiber bzw. Inhaber beschreibt
  • und Datenschutz
  • Aktuelles/Neuigkeiten
  • Kontaktmöglichkeiten

Je nachdem, zu welchem Zweck die Webseite erstellt wurde, gibt es darüber hinaus unterschiedliche Inhalte, mit denen Webmaster die Seite füllen können. Auf privaten Homepages macht sich beispielsweise ein Blog gut, bei Vereinen eine Seite mit Informationen zu Treffen und den Mitgliedern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!