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Das iPad im Tante-Emma-Laden!? So profitiert der Einzelhandel von der Technik.

Kleine Läden wie dieser in Frankreich haben vielleicht in Touristenregionen noch ihre Anziehungskraft - in ländlicheren Regionen Deutschlands sieht es durchaus schwieriger aus tagtäglich zu bestehen.
Kleine Läden wie dieser in Frankreich haben vielleicht in Touristenregionen noch ihre Anziehungskraft - in ländlicheren Regionen Deutschlands sieht es durchaus schwieriger aus tagtäglich zu bestehen. FOTO: pixabay.com © Snufkin (CC0 Public Domain)
Meldungen über Neueröffnungen von Dorfläden wie das sind rar. Leider nämlich gibt es mindestens ebenso häufig Hiobsbotschaften darüber, dass Fördergelder benötigt werden, um die Läden am Leben zu erhalten oder schlicht wie in Wahlsdorf. Wer in Anbetracht dieses wirtschaftlichen Kampfes im Dorfladen beim Blick auf die neuere Technik gleich abwinkt, verwehrt sich jedoch einer technischen Finesse, von der gerade der Einzelhandel profitieren kann.

Die Probleme des Mini-Einzelhandels sehen so aus

Die meisten Dorfläden haben ein- und dasselbe Grundproblem. Sie werden von denjenigen frequentiert, die entweder nicht mobil sind und auf den Laden im kleinen Dorf angewiesen sind, oder von denjenigen, die etwas beim Großeinkauf vergessen haben. Das Jonglieren mit dem Warenangebot funktioniert nur mit Hilfe der Einkäufer, denn: Wenn gerade das nicht im Sortiment ist, was regelmäßig nachgefragt wird, bleibt die Kundschaft schnell aus.

Um die Kunden aktiv in den Laden zu locken, sind die Optionen rar, denn aufgrund knapper Kalkulationen sind Sonderpreise kaum denkbar. Und zusätzliche Benefits wie beispielsweise ein Café-Betrieb sind nur möglich, wenn die tagtäglich anfallenden Arbeiten wie von selbst - oder idealerweise auf Knopfdruck - passieren. Was utopisch klingt, ist möglich - wenn das iPad im Tante-Emma-Laden einziehen darf.

Die Technik hinter der All-in-iPad-Idee

Ein System, das genau das abbildet, was der regionale Einzelhandel - vom Dorfladen bis zum kleinen Klamotten-Shop - braucht, hat das Berliner Start-Up INVENTORUM im Portfolio. Das Produkt vereint mehrere Funktionsbereiche, die in der Praxis häufig in die Rubrik "lästiges Tagesgeschäft" fallen und schnürt ein praktisches Anwendungs-Bundle.

Inbegriffen sind diese Funktionen:

Buchhaltung. Das leidige Thema Buchhaltung wird mit dem System abgedeckt. So sparen sich kleine Einzelhändler sowohl den teuren Buchhalter als auch eine mächtige und manchmal schwer zu verstehende Software. Integriert ist ein Kassenbuch inklusive Exportfunktion - das freut den Steuerberater. Wer sich Zeit fürs Controlling nehmen kann (was jeder Unternehmer tun sollte), kann sich Umsatz- und Verkaufsberichte sowie Tages- und Live-Berichte herunterladen, um zu eruieren, welche Maßnahmen für den besten Umsatz gesorgt haben.Kasse. Das Kassensystem ist nicht nur einfach und benutzerfreundlich, sondern wartet auch mit allen Funktionen auf, die gefragt sind: von der Barcode-Scan-Funktion bis hin zu Bezahloptionen mit Kreditkarte, EC-Karte oder via Gutschein.Online-Anbindung. Wer ein Business betreibt, bei dem der E-Commerce-Faktor eine bedeutende Rolle spielt, kann ebenfalls auf diese Software setzen - samt Online-Shop und Echtzeit-Abgleich mit dem Warenbestand.Warenwirtschaft. Das integrierte Warenwirtschaftssystem sorgt für eine einfache Produktverwaltung und Lagerbestandsverwaltung vor. Wer nicht den Dorfladen betreibt, sondern einen regionalen Shop für selbstgeschneiderte Kindermode, der schafft mit diesem System zudem die Verquickung von Online- und Offline-Verkäufen. Produktbeschreibungen und Artikelbilder lassen sich hier nämlich ebenso hinterlegen, um direkt online ausgespielt werden zu können.Wenn nun die Sorge umtreibt, dass dieses Komplettpaket zu mächtig und wahrscheinlich auch zu teuer ist, der freut sich über ein Software-as-a-Service-Konzept, das in der Gründerszene so definiert wird: "Das Modell der Software-as-a-Service (SaaS) ist Teil des großen Konzeptes "Cloud-Computing". SaaS (…) funktioniert, indem der Kunde eine bereitgestellte Software-Anwendung online nutzen kann, wie eine Art Dienstleistung. Für die Nutzung der Anwendung zahlt er Gebühren an den Provider, der die Software für ihn bereitstellt." In diesem Fall wird ein Staffelpreis ausgewiesen - je nachdem welche Funktionen der Einzelhändler benötigt.