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| 12:55 Uhr

Reisen
Worauf sollte man bei der Reisekrankenversicherung achten?

FOTO: Department of Foreign Affairs and Trade CC BY 2.0 / Flickr
Ein Unfall oder eine Krankheit im Urlaub kann die eigentlich schönste Zeit des Jahres überschatten. Das ist nicht nur besonders ärgerlich, sondern kann einen auch teuer zu stehen kommen, wenn man nicht richtig versichert ist.

Dabei muss eine entsprechende Auslandskrankenversicherung nicht einmal teuer sein. Worauf sollte man bei Abschluss der Versicherung achten und welchen Schutz bekommt man geboten?

Grundsätzlich sollte jeder deutsche Bundesbürger eine Krankenversicherung besitzen. Damit ist er gleichzeitig Inhaber der sogenannten European Health Insurance Card (EHIC), denn deren Angaben sind auf der Rückseite jeder deutschen Krankenversicherungskarte aufgedruckt. Die EHIC ermöglicht eine medizinische Versorgung in Ländern des europäischen Wirtschaftsraumes. Bezahlt werden dringend notwendige Behandlungen, aber keine Rücktransporte. In den meisten Fällen müssen Urlauber im Urlaubsland zunächst auch in Vorleistung gehen und können entsprechende Rechnungen dann bei ihrer Krankenkasse einreichen.

Doch auch hier gibt es einen kleinen Haken: Die Krankenkassen prüfen, wie teuer die vorgenommene Behandlung in Deutschland gewesen wäre und erstatten - abzüglich Bearbeitungsgebühren - nur diesen Preis. Da die Kosten im Ausland jedoch häufig höher ausfallen, bleiben Reisende oft auf einer hohen Rechnung sitzen und bekommen nur einen kleinen Teil erstattet.

Um genau solche Ärgernisse zu vermeiden, raten Experten Urlaubern dazu, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Häufig kann diese auch als Zusatzoption bei der eigenen Krankenkasse dazu gebucht werden, wie beispielsweise die Reisekrankenversicherung von Envivas für Versicherte der Techniker Krankenkasse. So kann man sich mit wenig Aufwand über die angebotenen Leistungen informieren und abgesichert in den Urlaub fliegen.

Die meisten Reisekrankenversicherungen bieten Leistungen für Familien und Einzelpersonen an und unterscheiden zwischen der Dauer eines Normalurlaubes (bis 56 Tagen pro Jahr) und längeren Reisen. Der Versicherungsschutz gilt meist für sämtliche Länder der Welt, nur bei den USA und Kanada gibt es für Langzeitreisende Zusatztarife. Bei den Tarifleistungen gilt es darauf zu achten, dass neben der Erstattung der Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen vor allem der Krankenrücktransport enthalten ist. Schließlich verursacht dieser die höchsten Kosten. Die Lufthansa setzt schon seit fast 20 Jahren spezielle intensivmedizinische Module ein, die in einer Stunde in jedem Langstreckenflugzeug installiert werden können. Rücktransporte mit derart ausgestatteten Flugzeugen sind günstiger als solche in Ambulanz-Jets, dennoch sind je nach Entfernung bis zu 70.000 Euro fällig.

Manche Versicherer bieten den Rücktransport nur an, wenn er medizinisch "notwendig" ist. Besser ist es jedoch, wenn der Rücktransport bezahlt wird, wenn er medizinisch "sinnvoll" ist und sich der Patient beispielsweise lieber in der Heimat behandeln lassen möchte. Ebenso lohnenswert ist es, sich über die Erstattung von Zahnbehandlungskosten zu informieren. Eine entsprechende Zusatzversicherung ist sinnvoll, damit man im Falle eines Zahnarztbesuches im Ausland nicht auf den Kosten sitzen bleibt.

Rundum abgesichert kann man seinen Urlaub dann unbesorgt antreten und muss sich nicht vor horrenden Arztkosten im Falle einer Krankheit fürchten.