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Unser Urlaubs-Ratgeber und was Sie über das Visa Waiver Programm wissen sollten

Im Bereich der Fernreisen zählen die USA nach wie vor zu den beliebtesten Urlaubsländern. Rund um die Visa-Angelegenheiten herrschen jedoch einige Unklarheiten vor, die bei den Touristen für Verwirrung sorgen. Das Visa Waiver Programm wurde vor einiger Zeit ins Leben gerufen, um die Einreise in die Staaten noch weiter zu vereinfachen. Doch was gilt es dabei zu beachten, damit die Einreise ohne Probleme gelingt?

Für wen ist das Visa Waiver Programm ausgelegt?

Derzeit gibt es 38 Staaten, die gemeinsam mit den USA am Visa Waiver Programm beteiligt sind. Für Reisende aus diesen Ländern ist es somit unter vereinfachten Bedingungen möglich, das Staatsgebiet der USA zu betreten und dort für bis zu 90 Tage zu verweilen. Ein erstes Ausschlusskriterium kann jedoch der Grund für den eigenen Aufenthalt sein. Während jegliche Formen privater Reisen ausdrücklich Teil des Abkommens sind, ist die Einreise unter anderen Bedingungen nicht auf der Grundlage des Programms möglich. Teilnehmer eines Studentenaustauschs und Arbeitnehmer, die aufgrund einer Anstellung in die USA reisen, müssen nach wie vor ein vollwertiges Visum für die Einreise beantragen. Zumindest der touristische Bereich wird jedoch im vollen Umfang durch das Programm abgedeckt, welches die Prozeduren am Flughafen deutlich vereinfachte.

Mehr Komfort für die Reisenden

Tatsächlich ist mit dem sogenannten Esta zumindest ein elektronisches Visum notwendig, welches die Reisenden im Vorfeld beantragen müssen. Diese Zugangsberechtigung verlangt jedoch nur das kurze Ausfüllen eines elektronischen Fragebogens, das sollten Sie über Esta wissen . Die Kosten belaufen sich pro Antrag auf lediglich 14 Dollar, was ebenfalls einen Vorteil im Vergleich zur alten Regelung der Einreise darstellt. Zwar wird immer wieder empfohlen, einen Ausdruck des Estas im Handgepäck mit sich zu führen, doch selbst hier wurde für einen noch größeren Komfort gesorgt. Den zuständigen Behörden erscheint der Antrag in elektronischer Form bereits auf dem Bildschirm, wodurch eine noch schnellere Kontrolle der angegebenen Daten möglich ist.

Ein Aufenthalt von 90 Tagen

Diese Form der vorübergehenden Reiseerlaubnis stellt noch weitere Anforderungen, welche aber leicht durch die Reisenden zu erfüllen sind. So darf der Aufenthalt in den Vereinigten Staaten eine Dauer von 90 Tagen nicht überschreiten. Denn nur dieser Zeitraum ist durch das Beantragen des Estas bereits gedeckt. Weiterhin müssen die Teilnehmer am Visa Waiver Programm bereits während der Einreise ein Flugticket vorweisen, welches sie für die Ausreise erworben haben und das innerhalb des vorgesehenen Zeitfensters von 90 Tagen datiert ist. Damit stellen die Behörden sicher, dass nach der erlaubten Frist auch die Ausreise aus den USA folgt und sich kein Aufenthalt ohne entsprechende Genehmigung daran anschließt. Dies steht gewissermaßen konträr zu den abschottenden Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump .

Ein Plus für den Tourismus

Tatsächlich hatte das Visa Waiver Programm einen wesentlichen Einfluss auf die touristischen Beziehungen zwischen den teilnehmenden 38 Staaten. Immer mehr Menschen ziehen eine Reise in die USA aufgrund des größeren Komforts in Betracht, den sie sich durch das Programm für visafreies Reisen versprechen. Davon profitieren nicht zuletzt die USA selbst, in denen der Tourismus in den vergangenen Jahren zu einem immer wichtigeren wirtschaftlichen Standbein geworden ist, das inzwischen kaum mehr wegzudenken ist. Selbst eine kleine Einschränkung des Umfangs des Visa Waiver Programms, die im Februar des Jahres 2016 vorgenommen wurde, ändert nichts an den positiven Auswirkungen, die bis heute spürbar sind.