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| 13:48 Uhr

Verletztes Paradies
Traumstrand aus „The Beach“ bleibt bis 2021 geschlossen

 Die „Maya Bay“ soll für mindestens zwei weitere Jahre nicht für Touristen zugänglich sein. Foto: Sakchai Lalit/AP
Die „Maya Bay“ soll für mindestens zwei weitere Jahre nicht für Touristen zugänglich sein. Foto: Sakchai Lalit/AP
Bangkok. Der Traumstrand aus dem Hollywood-Film „The Beach“ auf einer thailändischen Insel soll noch mindestens zwei Jahre geschlossen bleiben. dpa

Dies kündigte der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat, der sich um die Sanierung des Strandes kümmert, nach einer Sitzung der Behörden in Bangkok an. Die thailändische Regierung hatte im Juni vergangenen Jahres wegen der Umweltschäden ein Besuchsverbot verhängt, das eigentlich nur ein paar Monate dauern sollte.

Zuletzt waren am Strand Maya Bay auf der Insel Ko Phi Phi Leh täglich bis zu 7000 Besucher unterwegs. Die meisten kamen für eine Tagestour mit Booten vom Festland. Die längere Schließung soll der Natur - insbesondere den Korallen - helfen, sich vom Ansturm der vergangenen Jahre zu erholen. Der Biologe sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Sanierung braucht Zeit. Sie ist besonders schwierig, wenn die Korallen tot sind.“ Inzwischen seien aber schon mehr als 20.000 neue Korallen angesiedelt worden.

Danny Boyle brachte das Drama „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio im Jahr 2000 in die Kinos. Das Original mit weißem Sand, türkisblauem Wasser und Palmen wurde dann nach und nach regelrecht belagert. Viele Touristen stellten sich ins Wasser, um vor der Traumkulisse Selfies zu machen und brachen auch Korallen ab. Plastikmüll schwamm herum. Zeitweise ankerten in der Bucht von Maya Bay Dutzende Boote.

Durch die Schließung entgehen den Behörden nach Schätzungen Einnahmen in Millionenhöhe. Zudem sind die Besitzer der Ausflugsboote erbost, die mit den Touristen seit vielen Jahren gutes Geld verdienten. Insgesamt kamen vergangenes Jahr mehr als 38 Millionen Urlauber nach Thailand.