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| 13:40 Uhr

Was gehört in den Rucksack?
Reiseapotheke für Backpacker

FOTO: pixabay.com / ivabalk
Ob Südostasien oder Südamerika: Backpackerurlaube liegen im Trend. Kein Wunder, denn man ist in diesen Regionen verhältnismäßig günstig unterwegs und kann kontrastreiche Landschaften und spannende Städte entdecken. Doch das mitunter gänzlich andere Klima, die unbekannte Flora und Fauna und nicht zuletzt die in manchen Ländern schlecht ausgebaute medizinische Infrastruktur sind schon so manchem unvorbereiteten Abenteuerurlauber zum Verhängnis geworden.

Daher sollte man sich gut vorbereiten und die wichtigsten Medikamente selbst mitbringen.

Denn weder in den Andenregionen Perus noch im Dschungel von Malaysia kann man mit gut ausgestatteten Apotheken und modernen Krankhäusern rechnen. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte sich vorab mit Trainings oder Kursen vorbereiten und genau wissen, worauf man sich einlässt und was man sich zutraut. Für den Notfall ist eine gut ausgestattete Reiseapotheke unbedingt ratsam. Diese stellt man am besten mit einem Arzt zusammen: Tropen- oder Reisemediziner wissen genau, welche Medikamente sinnvoll und welche Impfungen für das Zielland empfehlenswert sind.

Unabhängig von Reiseziel, Vorerkrankungen und allzu speziellen Medikamenten haben sich bei vielen Backpackern einige Basics im Rucksack bewährt. Der Blog backpackinghacks.de listet an erster Stelle Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen auf. Denn wer es unterwegs mit Schmerzen oder Fieber zu tun bekommt, braucht in vielen Fällen etwas, das schnell Linderung verschafft und Entzündungen hemmt. Mithilfe eines Fieberthermometers sollte man im Ernstfall regelmäßig die Körpertemperatur messen und vor Ort nach Möglichkeit schnell einen Arzt aufsuchen. Fiebermesser sowie diverse Schmerzmittel wie Ibuprofen kann man auch online über volksversand.de finden.

Auch Essen und Trinken können in einigen weniger touristischen Regionen der Welt eine Herausforderung sein. Wer durch verunreinigte Lebensmittel an Durchfall erkrankt, sollte sehr viel sauberes Wasser trinken und gegebenenfalls eine Elektrolytlösung hinzugeben. Für kleine Wunden sollte man auf jedem Fall ein Wunddesinfektionsmittel und ein Antiseptikum dabeihaben. Unerlässlich sind zudem Utensilien, um äußere Verletzungen zu versorgen: Für kleine Schrammen nimmt man Pflaster; größere Wunden verbindet man mit Mullbinden und sterilen Kompressen, die ebenfalls in jeder Reiseapotheke zu finden sein sollten. Für den Fall, dass man sich einen Splitter zuzieht, sollte man zudem eine Pinzette mitnehmen. Sie nimmt kaum Platz in der Reiseapotheke ein, kann aber extrem nützlich sein, um Fremdkörper zu entfernen.

Mitnehmen sollte man auch einen guten Sonnen- und Mückenschutz: In tropischen Regionen können Stechmücken schwere Krankheiten wie Malaria oder das Dengue-Fieber übertragen. Der beste Schutz ist Prophylaxe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt diesem Ratgeber des Tropeninstituts zufolge „für Reiseziele mit Malaria, Zika-Virus, Dengue- oder Gelbfieber-Risiko“ Moskitomittel mit dem effektiven Wirkstoff „DEET“. Eine Konzentration von 50 % DEET soll Schutz für bis zu 10 Stunden bieten. Doch je geringer die DEET-Konzentration, desto kürzer die Schutzdauer. Schwangeren und Kindern unter drei Jahren wird ein alternatives Mittel mit dem verträglicheren Wirkstoff Icardin empfohlen. Auftragen sollte man das Anti-Moskito-Spray etwa 20 Minuten, nachdem man die Sonnencreme aufgetragen hat. Dennoch sollte man sich nicht nur auf den Wirkstoff verlassen: Helle, stichfeste Kleidung und das Schlafen unter einem Moskitonetz sind ebenfalls wichtige Prophylaxe-Maßnahmen. Auch die Füße dürfen nicht vernachlässigt werden: Mit speziellem Imprägnierungsmittel behandelte Socken schützen effektiv.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Jedes Land hat andere Bestimmungen, welche Medikamente in welchen Mengen eingeführt werden dürfen. Daher sollte man sich vorab genau informieren, was erlaubt ist. Erste Informationen und weiterführende Links erhält man auf der Website des Auswärtigen Amtes. Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte sich unbedingt von seinem Arzt ein Rezept und Attest in englischer Sprache ausstellen lassen und mitnehmen. Die Medikamente selbst transportiert man in der Originalverpackung. So kann man gegenüber dem Zoll jederzeit belegen, um welches Präparat es sich handelt und dass man berechtigt ist, diese Medikamente einzunehmen.

FOTO: Flickr / Sir Jason

Bildrechte: Flickr Sir Jason, Hiking Mt. Rinjani package 3