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| 08:49 Uhr

Reise
Island-Rundreise mit dem Mietwagen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

FOTO: Guide to Iceland / Iurie Belegurschi
Tosende Wasserfälle, dampfende Geysire und riesige Gletscher sind nur ein kleiner Teil dessen, was Urlauber bei einer Island-Rundreise alles zu sehen bekommen. Der kleine Inselstaat im Nordatlantik begeistert mit wildromantischer und bisweilen unberechenbarer Natur.

Eine Rundreise per Mietwagen ist eine gute Idee, denn so lässt sich Island besonders ausgiebig erleben. Die folgenden Fragen und Antworten helfen bei der Vorbereitung.

Reicht der deutsche Führerschein in Island aus?

Wer in EU-Mitgliedsstaaten reist, kommt mit seinem deutschen Führerschein voran. Doch wie sieht es in Island aus? Immerhin ist die Insel zwar ein Teil des Schengen-Raums, die Beitrittsverhandlungen sind seit 2013 jedoch ausgesetzt. Deshalb ist es nur verständlich, dass sich manche Reisende hinsichtlich der Gültigkeit ihres Führerscheins unsicher sind.

Dahingehend gibt das Auswärtige Amt in seinen Reiseinformationen Entwarnung. Der deutsche Führerschein, so das Amt, ist für Touristen in Island ausreichend. Selbiges gilt für ältere Führerscheine, die dem aktuellen EU-Führerschein nicht entsprechen. In Bezug darauf hat die EU in einer Erklärung festgelegt, dass auch diese noch bis 2033 problemlos genutzt werden können.

FOTO: Guide to Iceland / Iurie Belegurschi

Bedeutsam bei der Buchung eines Mietwagens in Island ist allerdings das Alter desjenigen, der ein Fahrzeug leihen möchte. Hier schreiben Vermietungen ein Mindestalter von 20 Jahren vor, das in einigen Fällen sogar auf 23 Jahre angehoben werden kann. Zudem ist es entscheidend, dass der eigene Führerschein bereits vor wenigstens zwölf Monaten ausgestellt wurde.

Welche Strecken lohnen sich besonders?

Bei der Wahl passender Strecken in Island haben Urlauber die Qual der Wahl. Absolut empfehlenswert ist die sogenannte Ringstraße, die die Insel auf mehr als 1.300 Kilometern umrundet. Wer diese Route nimmt, wird während der Tour an den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten vorbeikommen und auch vom PKW aus ein malerisches Panorama genießen.

Die Ringstraße kann sowohl gegen als auch im Uhrzeigersinn befahren werden. Da die Route im Vergleich zu vielen anderen touristischen Strecken recht lang ist, lohnt es sich, Experten-Tipps bei der Planung zu berücksichtigen. Noch einfacher wird die Vorbereitung, wenn sich Touristen eine Auto-Rundreise durch Island organisieren lassen. In diesem Fall übernimmt der jeweilige Anbieter die komplette Streckenplanung und liefert neben den Reiseunterlagen auch wichtige Hinweise. Gerade die beiden letzteren verhindern ein versehentliches Verpassen wichtiger Sehenswürdigkeiten.

Von diesen gibt es, wie auch ein Vortrag am 27. Oktober in Weißwasser zeigt, eine riesige Anzahl. Nicht nur die Gletscher-Lagune Jökulsárlón und der Nationalpark Skaftafell gehören zu den „Must-sees“, sondern auch der schwarze Sandstrand bei Reynisfjara und der Wasserfall Seljalandsfoss.

Wie viel Zeit sollten Reisende für ihre Tour einplanen?

Island ist eine Destination für Genießer. Eine allzu kurze Rundreise mit vielen Tageskilometern bereitet daher eher wenig Freude. Aus diesem Grund sollten Urlauber für eine reine Umrundung entlang der Ringstraße mindestens acht Tage im Sommer und zehn Tage im Winter einplanen.

Im Sommer ist es zwar durchaus möglich, die gesamte Straße während einer sieben- oder gar sechstägigen Tour zu umrunden, dann aber bleibt nicht immer genügend Zeit, um bei den Lieblings-Sehenswürdigkeiten zu verweilen sowie Land und Leute kennenzulernen. Die isländische Bevölkerung ist für gewöhnlich sehr gastfreundlich und wer Glück hat, kann sich von Einheimischen viel über die Geschichte des Landes erzählen lassen.

Wie sicher sind Islands Straßen?

Auf der Ringstraße müssen sich Reisende während der Sommersaison kaum Sorgen hinsichtlich sicherer Straßenverhältnisse machen. Die gesamte Strecke ist asphaltiert, was das Fahren erleichtert. Wer im Sommer auch das Hochland erkunden will, muss jedoch mit unwegsameren Wegen rechnen und sollte bereits etwas Erfahrung hinter dem Steuer mitbringen. Ein Geländewagen ist hier Pflicht.

Unabdingbar ist fahrerisches Können hingegen im Winter. Hier sind die Wetterverhältnisse an manchen Tagen von starkem Schneefall und Eisglätte geprägt. Fahrer sollten wissen, wann der Wagen besser nicht genutzt werden sollte und bei plötzlich einsetzendem Schlechtwetter Ruhe bewahren können. Da der Winter ebenfalls mit kurzen Tagen und entsprechend viel Dunkelheit aufwartet, sollte das Befahren der Ringstraße stets mit Bedacht auf die persönliche Sicherheit erfolgen. Ins Hochland zu fahren ist während dieser Zeit nicht möglich.

Gibt es in Island besondere Verkehrsregeln?

Eine große Umgewöhnung ist beim Autofahren in Island nicht nötig. Dort gelten die gleichen Grundvoraussetzungen wie auch in Deutschland, weswegen vorausschauendes Fahren und große Umsicht am wichtigsten sind. Die isländischen Verkehrsschilder sehen zwar anders aus als hierzulande, erklären sich allerdings nach kurzer Fahrzeit meist von alleine. Im Zweifel hilft eine Rückfrage beim Reiseveranstalter oder Mietwagen-Anbieter.

Nicht vergessen sollten Urlauber in jedem Fall, stets das Tagfahrlicht eingeschaltet zu lassen. Das ist in Island, genau wie die Gurtpflicht, gesetzlich vorgeschrieben. Auch an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten sich Fahrer grundsätzlich halten, da die Bußgelder bei Verstößen empfindlich hoch ausfallen können. Eine Übersicht und weitere Informationen zu Verkehrsregeln liefert bussgeldkataloge.de.

Welcher Mietwagen ist der richtige?

Während der Sommermonate kommen Reisende mit einem gewöhnlichen PKW ohne Allradantrieb gut zurecht. Lediglich im Hochland ist ein 4x4-Wagen Pflicht, um die Sicherheit zu gewährleisten. Wer mit einem gewöhnlichen PKW auf F-Straßen fährt, riskiert erneut Bußgelder.

Im Winter lohnt sich auch für die Umrundung der Ringstraße ein Fahrzeug mit Allradantrieb. Bei schwierigeren Straßenverhältnissen bleibt die Mobilität so erhalten. Das jedoch bedeutet nicht, dass die Tour bei Sturm, heftigem Schneefall und Eisregen fortgesetzt werden sollte. Die Vernunft also muss auf Island stets mitfahren.