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Freizeit-Tipp
Berlin und Brandenburg entdecken

Olympisches Dorf Berlin
Olympisches Dorf Berlin FOTO: Tobias Scheck / Flickr
Bei Touristen ist Deutschland als Urlaubsland momentan hoch im Kurs. Der Trend ist eindeutig: Immer mehr Menschen machen Urlaub im eigenen Land, wovon perspektivisch auch Brandenburg profitieren wird.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht zählte der Reiseveranstalter TUI die brandenburgische Stadt Cottbus neben Málaga, Prag und Edinburgh zu den Top-Fünf-Aufsteigern bei Städtereisen. Der Trend ist eindeutig: Immer mehr Menschen machen Urlaub im eigenen Land, wovon perspektivisch auch Brandenburg profitieren wird. Die weitläufige Region ist an Vielseitigkeit kaum zu überbieten und Berlin für Erkundungstouren der perfekte Ausgangspunkt. Am besten lässt sich das Umland mit dem Auto erkunden. Hat man keines, kann man sich entweder hier einen Mietwagen in Berlin mieten oder aber die Strecken mit dem Zug zurücklegen.

Südgelände Schöneberg

Der Natur-Park Südgelände ist eine ehemalige Bahnanlage, die seit den 1950er Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Seitdem hat sich die Natur den Ort zurückerobert, und so findet man überwucherte Schienen und Industrieflair inmitten der Natur. Dieser regelrechte Urwald ist durch die finanzielle Unterstützung der Allianz Umweltstiftung und von Bürgerinnen und Bürgern für die Öffentlichkeit frei zugänglich und war sogar als "weltweites Projekt" der EXPO 2000 anerkannt. Bei einem Spaziergang kann man inmitten wilder Stadtnatur Kunst und Technik wie Relikte der Dampflok-Ära entdecken.

Der Park öffnet täglich ab 9 Uhr und schließt bei Einbruch der Dunkelheit; der Eintritt kostet 1 Euro pro Person.

Olympisches Dorf von 1936

Um über 4.000 Athleten bei den Olympischen Spielen 1936 eine Unterkunft zu bieten, wurde das Olympische Dorf in weniger als zwei Jahren erbaut. Etwa 20 Kilometer vom Olympiastadion entfernt, wurde das Dorf nach dem Zweiten Weltkrieg noch kurzzeitig von der Sowjetarmee genutzt, bevor die DKB-Stiftung das Gelände gekauft und von 2009 bis 2013 umfangreich saniert hat. Mittlerweile bietet die Stiftung Sonderführungen an, um das Gelände als geschichtsträchtigen Ort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Führungen finden vom 1. April bis zum 31. Oktober 2018 nach Voranmeldung statt, sie dauern 2,5 Stunden; Treffpunkt ist am Haupteingang (Rosa-Luxemburg-Allee 70).

Tauchen im Großen Stechlinsee

Der Große Stechlinsee gilt als einer der klarsten Seen in Deutschland und ist deshalb bei Tauchern sehr beliebt. Das etwa 80 Kilometer nördlich von Berlin gelegene Gewässer ist nährstoffarm und lässt durch seinen geringen Pflanzenwuchs viel Licht einfallen - bis zu 10 Meter kann man deshalb in die Tiefe blicken. In der Badebucht von Neuglobsow befindet sich die Tauchstation, von der aus man seine Erkundungstouren starten kann. Da der See nicht besonders tief ist, eignet er sich vor allem für Anfänger und Übende. Diese bekommen beim Tauchen viel geboten - schließlich herrscht im See ein reges Treiben und man kann große Fischarten wie Hechte und Barsche sowie andere Seebewohner wie Schnecken und Krebse gut beobachten.

Die Öffnungszeiten der Tauchbasis variieren; die Anzahl der Taucher pro Tag ist limitiert, weshalb man sich vorher telefonisch anmelden sollte.