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| 14:27 Uhr

Volksfest
11 Euro für einen Liter Bier - das Oktoberfest 2018 bricht schon jetzt Rekorde

FOTO: pixabay.com / motointermedia
In rund vier Wochen geht es wieder los - am 22. September beginnt in München das Oktoberfest.

Das größte Volksfest der Welt zieht jährlich mehrere Millionen Besucher auf die 42 Hektar große Theresienwiese. Vom Einzug der Wiesnwirte und Brauereien über Dirndl und Lederhose bis hin zu speziellen Bieren, die eine Stammwürze von mindestens 13,5 Prozent und einen Alkoholgehalt von ca. 5,8 bis 6,4 Volumenprozent enthalten müssen, ist ein Fest voller Traditionen.

Bereits der Einzug der Wiesnwirte erfolgt seit Jahrzehnten nach immer demselben Ritual: Der Zug wird angeführt von einer Frau in gelb-schwarzer Mönchskutte, dem Münchner Kindl. Dahinter fährt die Kutsche der Familie Schottenhamel, in der es sich der amtierende Münchner Oberbürgermeister gemütlich gemacht hat. Es folgen die Festwagen und Kutschen der Brauereien, begleitet von zahlreichen Musikkapellen. Angekommen auf der Festwiese sticht der Oberbürgermeister im Schottenhammel-Zelt um 12 Uhr das erste Bierfass mit einem lauten “O’zapft is! Auf eine friedliche Wiesn” an und zwölf Böllerschüsse signalisieren: Die Wiesn ist eröffnet.

Erstmals mehr als 11 Euro für eine Mass Bier

Anschließend fließt das Bier zwei Wochen lang in Strömen. Rund 60.000 Hektoliter werden jährlich auf dem Oktoberfest ausgeschenkt. 2018 liegt der Preis für eine Mass (also einem Liter) bei knapp 11 Euro bis 11,50 Euro und damit deutlich über dem des letzten Jahres. Dazu konsumieren die Wiesnbesucher rund 500.000 Brathendl und andere deftige Leckereien wie Steckerlfisch, Weißwurst oder Schweinshaxe. Das führt zu einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Allerdings müssen die Wirte davon nicht nur Personal und Lebensmittel bezahlen, sondern auch eine nicht unerhebliche Pacht an die Stadt München.

Wer bei 11 Euro für einen Liter Bier lieber Wasser oder Limo trinken möchte: Der Liter ist mit knapp 10 Euro nur unwesentlich günstiger. Auch ein halbes(!) Hendl kostet mindestens einen Zehner, während eine Schweinshaxe doppelt so teuer ist. Für die Flasche Sekt sind über 40 Euro fällig, für einen Becher Eis 15 Euro. Eine Scheibe Brot mit Butter reicht auch? 5 Euro bitte. Potenzial zum Sparen bieten zumindest die Dienstage. Dann ist Familientag und viele Gastronomen und Schausteller haben bis 19 Uhr günstigere Preise. Samstagabend hingegen kann es durchaus passieren, dass eine Runde im Karussell nur halb so lange dauert wie an anderen Tagen - natürlich zum selben Preis. Das Oktoberfest selbst kostet übrigens - mit Ausnahme der “Oidn Wiesn” - keinen Eintritt.

Essen und Spaß haben

Trotz steigender Preise - die Stimmung auf der Wiesn wird auch in diesem Jahr ausgelassen sein. Es gibt 14 große und 15 kleine Festzelte, in denen nur Bier der Münchner Traditionsbrauereien ausgeschenkt werden darf. Hinzu kommen etwa 150 Gastronomiebetriebe und zwei Zelte auf der seit 2010 stattfindenden “Oidn Wiesn”. 200 Schaustellerbetriebe, darunter knapp 80 Fahrgeschäfte, sorgen für Entertainment außerhalb der Festzelte. Am bekanntesten sind das Riesenrad, das Rundkarussell Krinoline, die seit 1894 eingesetzte Hexenschaukel und die Turmrutschbahn Toboggan.

Wer der Wiesn einen stilechten Besuch abstatten will, braucht das richtige Outfit - eine Tracht. Für Damen besteht die Tracht aus einem farbenfrohen Kleid, dem Dirndl, Schürze und einem ansprechenden Dirndlblusen Design. Bei den Männern geht nichts ohne Lederhose und Trachtenhemd. Die Trachtenexperten von Alpenclassics haben für die weiblichen Besucher noch einen nützlichen Tipp: Befindet sich die Position der Schleife an der Schürze auf der linken Seite, bedeutet das: “Ich bin schon vergeben.” Wer also Single und auf der Suche ist, sollte die Schleife rechts tragen.

Benimmregeln beachten

An Wochenende ist auf der Wiesn die Hölle los. Dann kann es durchaus passieren, dass die Zugänge zur Theresienwiese wegen Überfüllung geschlossen werden. Wer das nicht riskieren will, sollte lieber an einem anderen Tag kommen. Dann sind auch die Zelte nicht so voll. Apropos Zelt: Auf den Bierbänken stehen ist erlaubt, auf den Tischen tanzen hingegen nicht. Ebenso verboten ist es, die Maßkrüge mit nach Hause zu nehmen. Die Security hält nicht nur nach Betrunkenen Ausschau, sondern auch nach Dieben.