| 15:22 Uhr

Vertragsrecht
Sachverständigenkosten nach Unfall - Vorlage einer bezahlten Rechnung genügt

Rechtstipp zum Thema: VERTRAGSRECHT von Rechtsanwalt HOLGER SCHARMACH

Wird ein Kfz bei einem Unfall beschädigt, kann der Geschädigte die Schadenshöhe durch einen Sachverständigen bestimmen lassen.

Die dadurch entstehenden Kosten haben dann der Unfallverursacher und dessen Kfz-Haftpflichtversicherer gegebenenfalls unter Beachtung der Haftungsquote zu erstatten. Nun erachten einige Versicherer die Gutachterkosten teilweise als zu hoch und kürzen die Zahlung im Bereich zwischen 35 bis 100 Euro, in der Hoffnung, dass diese Differenz nicht gerichtlich geltend gemacht wird. Dabei hat der Geschädigte aber gute Erfolgsaussichten, auch diese Differenz gezahlt zu bekommen. Denn der Geschädigte hat vor Beauftragung eines KfzSachverständigen keine Pflicht zur Marktrecherche, wie zum Beispiel bei der Ersatzfahrzeuganmietung. Außerdem genügt die Vorlage einer ausgeglichenen Gutachterrechnung, um darzulegen, dass es sich um angemessene und damit zu erstattende Kosten handelt (Bundesgerichtshof, Urt. v. 19.07.2016,VI ZR 491/15). Diese Rechnung bietet dann die Grundlage für die Schätzung der Angemessenheit der Kosten durch das Gericht.

Rechtsanwalt Holger Scharmach
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz


Wird ein Kfz bei einem Unfall beschädigt, kann der Geschädigte die Schadenshöhe durch einen Sachverständigen bestimmen lassen.


Die dadurch entstehenden Kosten haben dann der Unfallverursacher und dessen Kfz-Haftpflichtversicherer gegebenenfalls unter Beachtung der Haftungsquote zu erstatten. Nun erachten einige Versicherer die Gutachterkosten teilweise als zu hoch und kürzen die Zahlung im Bereich zwischen 35 bis 100 Euro, in der Hoffnung, dass diese Differenz nicht gerichtlich geltend gemacht wird. Dabei hat der Geschädigte aber gute Erfolgsaussichten, auch diese Differenz gezahlt zu bekommen. Denn der Geschädigte hat vor Beauftragung eines KfzSachverständigen keine Pflicht zur Marktrecherche, wie zum Beispiel bei der Ersatzfahrzeuganmietung. Außerdem genügt die Vorlage einer ausgeglichenen Gutachterrechnung, um darzulegen, dass es sich um angemessene und damit zu erstattende Kosten handelt (Bundesgerichtshof, Urt. v. 19.07.2016,VI ZR 491/15). Diese Rechnung bietet dann die Grundlage für die Schätzung der Angemessenheit der Kosten durch das Gericht.

Rechtsanwalt Holger Scharmach
Fachanwalt für Verwaltungsrecht
Rechtstipp zum Thema: VERTRAGSRECHT von Rechtsanwalt HOLGER SCHARMACH
Wird ein Kfz bei einem Unfall beschädigt, kann der Geschädigte die Schadenshöhe durch einen Sachverständigen bestimmen lassen. Die dadurch entstehenden Kosten haben dann der Unfallverursacher und dessen Kfz-Haftpflichtversicherer gegebenenfalls unter Beachtung der Haftungsquote zu erstatten. Nun erachten einige Versicherer die Gutachterkosten teilweise als zu hoch und kürzen die Zahlung im Bereich zwischen 35 bis 100 Euro, in der Hoffnung, dass diese Differenz nicht gerichtlich geltend gemacht wird. Dabei hat der Geschädigte aber gute Erfolgsaussichten, auch diese Differenz gezahlt zu bekommen. Denn der Geschädigte hat vor Beauftragung eines KfzSachverständigen keine Pflicht zur Marktrecherche, wie zum Beispiel bei der Ersatzfahrzeuganmietung. Außerdem genügt die Vorlage einer ausgeglichenen Gutachterrechnung, um darzulegen, dass es sich um angemessene und damit zu erstattende Kosten handelt (Bundesgerichtshof, Urt. v. 19.07.2016,VI ZR 491/15). Diese Rechnung bietet dann die Grundlage für die Schätzung der Angemessenheit der Kosten durch das Gericht. Rechtsanwalt Holger Scharmach Fachanwalt für Verwaltungsrecht Rechtstipp zum Thema: VERTRAGSRECHT von Rechtsanwalt HOLGER SCHARMACH FOTO: Thummerer