Von Daniela Kühn

Ob die Spezialwerkzeuge wirklich nötig sind, soll ein kleiner Test zeigen. Dafür wurden ein Edelstahl-Spargelschäler und ein Erdbeermesser ausprobiert, außerdem ein normaler Gemüseschäler, der ohnehin fast täglich in Gebrauch ist, sowie ein Spargelkochtopf. Daneben gibt es zahlreiche Hilfsgeräte im Handel: Erdbeerschneider, Spargelzange, Erdbeerstrunk-Entferner, elektrische  Spargelschäler und vieles mehr.

Auf den Abstand der Klingen achten

Der Edelstahl-Spargelschäler, ein bewegliches Messer, das sich beim Schälen der Spargelstange anpasst, kann eine Erleichterung sein, wenn man mit der Handhabung klar kommt. Der Spargel wird am Kopf gehalten, darunter umschließt das Werkzeug die Stange, dann vom Körper weg schälen, so dass ein Streifen abgetrennt wird. Nach ein paar Versuchen geht das relativ einfach. Allerdings sind bei dem getesteten Modell die Streifen sehr breit, so dass zu viel des wertvollen Gemüses im Abfall landet. Die Anwendung der Messerklinge, mit der der Spargel gekürzt werden kann, ist eher umständlich. Da tut es ein einfaches Küchenmesser. Mit dem normalen Gemüseschäler (Foto 2), der ständig für Kartoffeln, Möhren und mehr benutzt wird, geht das Schälen sehr viel schneller und unkomplizierter. Und es bleibt mehr vom Spargel übrig.

Das Erdbeermesser mit integriertem Strunk-Entferner ist mit seiner rot-grünen Optik eher wie ein Spielzeug aufgemacht und lässt sich wie ein Taschenmesser zusammen klappen. Vorsicht: Klinge ist scharf! Damit eignet sich der kleine Küchenhelfer zum Beispiel auch für Zwiebeln. Der gezahnte Löffel am anderen Ende des Messergriffs ermöglicht das saubere Entfernen des Stiels – übrigens auch bei Tomaten. Ob man das spezielle Erdbeermesser wirklich braucht? Auf keinen Fall! Aber wenn es schon mal da ist….

Das gilt auch für den Spargeltopf aus Edelstahl, zu dem ein Sieb und ein Deckel gehören. Der Topf ist so hoch, dass die Spargelstangen fast senkrecht darin stehen können. Davon abgesehen, dass das Gemüse auch schmeckt, wenn es im normalen Topf liegend gekocht wird, benötigt man beim Spargeltopf weniger Wasser. Die Köpfe dürfen so erst einmal „im Trockenen“ bleiben und garen dann bei geschlossenem Deckel schonend im Dampf. Praktisch – auch beim Kochen von Kartoffeln oder anderem Gemüse  – ist, dass das kochende Wasser nicht umständlich über der Spüle ausgegossen werden muss, sondern der Korb mit den Leckereien einfach herausgenommen werden kann.

Mit feinen Drähten durch
die Frucht

Der Erdbeerschneider funktioniert nach dem gleichen System wie ein Eierschneider, nur dass er der Form der Frucht angepasst ist und aus rotem Kunststoff besteht. Ausgestattet mit scharfen Klingen, soll er die Beere in feine Streifen zerteilen, ohne sie zu zerquetschen. Das ist toll zum Belegen von Torten und funktioniert sicher auch.

Wen es aber nicht stört, dass Frucht und Gerät optisch nicht ganz harmonieren, dem sei ein handelsüblicher Eierschneider empfohlen. Da passt auch eine Erdbeere rein. Und ein Ei sowieso.